Schönborn: "Kirche geht den Weg der schmerzlichen Reinigung"

Wien-Salzburg, 04.04.10 (KAP) Zu einem "Weg der schmerzlichen Reinigung der Kirche" hat sich Kardinal Christoph Schönborn bekannt. In seiner Predigt beim Ostergottesdienst am Sonntag im Wiener Stephansdom sagte Schönborn wörtlich: "Die Kirche sagt Ja zur schmerzlichen Reinigung, die ohne Jammern auch das Unrecht von Pauschalurteilen erträgt." Schwere und sehr belastende Wochen wegen der zahlreichen Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter würden hinter der Kirche und den Gläubigen liegen. Doch das dürfe nicht dazu führen, vom Versagen in den eigenen Reihen abzulenken und zu sagen: "Schaut, bei den anderen gibt es das ja auch." Das sei nicht der Weg der Kirche, bekräftigte Kardinal Schönborn.

Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat in seiner Osterpredigt von einem "Neuanfang in der Kirche" gesprochen. "Auferstehung mitten im Leben heißt in dieser Stunde konkret: Reue, Umkehr, Versöhnung und Gerechtigkeit" so Kothgasser am Ostersonntag im Dom zu Salzburg. Der Erzbischof wies darauf hin, dass derzeit viel Dunkel in der Kirche erlebt werde: "Verantwortliche in der Kirche überschritten von Gott gesetzte Grenzen, sie fügten jungen wehrlosen Menschen großes Leid und Schmerz zu." Es werde noch viel Zeit und Einsatz brauchen, um diese Wunden zu heilen und der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen, so Kothgasser.

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