Weltgesundheitstag: Kinder in Armut besonders krankheitsanfällig

Wohlfahrtsstiftung des Samariterbundes hilft kranken Kindern aus einkommensschwachen Familien

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April erinnert der Samariterbund daran, dass Menschen, die in Armut leben, wesentlich öfter krank sind als der Rest der Bevölkerung. Laut dem letzten Armutsbericht der Statistik Austria weist die Bevölkerung unter der Armutsgrenze einen dreimal schlechteren Gesundheitszustand auf (11%) als hohe Einkommen (4 %) und ist doppelt so oft krank wie mittlere Einkommen (7%). Reiche Menschen leben durchschnittlich zwischen fünf und sieben Jahre länger als arme Menschen.

"Entgegen dem Bild der "Sozialschmarotzer", das leider häufig von den Medien transportiert wird, schämen sich arme Menschen oft, Sozialleistungen, die ihnen zustünden, in Anspruch zu nehmen", erklärt ASBÖ Präsident Franz Schnabl. Leidtragende sind vor allem die Kinder: Einfache Grundbedürfnisse wie die Wohnung warm halten, gesunde Mahlzeiten, Kleidung kaufen oder notwendige Arzt- oder Zahnarztbesuche können nicht wahrgenommen werden. Aus Angst vor Jobverlust werden kranke Kinder in die Schule geschickt. Kinder und Jugendliche, die in armen Verhältnissen leben, zählen zu den chronisch Kranken von morgen. "Armut führt zu Scham, psychischer Belastung, negativem Stress, Ohnmacht und sozialer Isolation. Dadurch sind die betroffenen Kinder in der Schule weniger leistungsfähig, erzielen später ein niedrigeres Einkommen und können schlechter für ihre eigenen Kinder sorgen.", verdeutlicht Schnabl den Teufelskreislauf.

In Österreich gelten rund 100.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren als akut arm. Oft können sich deren Eltern dringend benötigte medizinische und therapeutische Maßnahmen nicht leisten. Der Samariterbund gründete aus diesem Grund 2006 die Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben", die es sich zum Ziel gesetzt hat, armen Kindern im Falle einer Krankheit zu helfen, wenn öffentliche wie auch private Leistungsträger keinerlei finanzielle Hilfe mehr leisten.

Dr. Erwin Buchinger, Vorsitzender der Stiftung: "Wenn es um eine rasche, unbürokratische Soforthilfe geht, ist das staatliche System oft nicht so leistungsfähig und flexibel wie eine Stiftung. Wenn etwa für junge Menschen mit Behinderung bestimmte Therapieformen von der öffentlichen Hand kaum oder im Zuge der Sparmaßnahmen gar nicht mehr gefördert werden, dann kann die Stiftung einspringen und mit einigen hundert Euro wieder dazu verhelfen, dass Kinder in besonders schwierigen Situationen wieder Hoffnung schöpfen und gute therapeutische Erfahrungen machen können." Die notwendigen Mittel für die Stiftung werden über Spenden, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Sponsoren aufgebracht. Sämtliche Anträge an die Stiftung werden von einem Komitee anerkannter Ärzte geprüft. "Es sind kleine, aber sehr gezielte Hilfen, die im Einzelfall sehr viel bewirken, sodass ein junges Leben und eine Entwicklung gesünder und schöner verlaufen können", appelliert Buchinger an die Solidarität der ÖsterreicherInnen.

Spendenkonto Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben":

Spendenkonto: Nr. 90164200. PSK BLZ 60.000
Hotline: 0800 240 144, www.fuersleben.at

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
Karola Foltyn-Binder
Tel.: 01/ 89 145-221
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