Künstler kreuzigt sich auf dem Wiener Stephansdom

In 20 Metern Höhe mit Stacheldrahtkrone als künstlerischer Protest gegen Missbrauch in der Kirche

Wien (OTS) - In einer spektakulären Aktion hat sich heute
Vormittag am Karfreitag der Künstler Emmerich Weissenberger aus Protest gegen den Missbrauch in der katholischen Kirche symbolisch auf dem Wiener Stephansdom gekreuzigt. Er kletterte unter Applaus hunderter Zuschauer über ein Baugerüst auf 20 Meter Höhe und hängte sich dort, nur mit einem Lendenschurz bekleidet und einer Krone aus Stacheldraht auf dem Kopf, über den Eingang des Domes. Rechts und links flankiert wurde er von zwei Totentüchern aus seiner Serie "Anna.Ikona", den originalen Abdrücken zweier Leichname aus dem Anatomischen Institut der Universität Wien.

"Am Tag der Kreuzigung Christi kreuzige ich mich selbst, stellvertretend für alle Ohnmächtigen. Es ist ein Hilfeschrei, denn Kunst ist immer wahrhaftig. Die Kirche, so wie sie ihr Antlitz heute zeigt, ist es nicht", kommentiert Weissenberger seine Aktion. "Nicht dem Tode Christi gedenken wir heute, sondern dem sozialen Tod jener, die Opfer der Männer des Himmels geworden sind. Ihnen gebührt unser Mitgefühl, unser Gedenken, unsere Aufmerksamkeit." Weissenberger kündigte die Aktion in einem dreiminütigen Kunstvideo, in dem er selbst blutüberströmt als Christus und bei der Herstellung der Totentücher zu sehen ist, im Internet unter www.jesusreloaded.org und auf You Tube unter "I Crucify Myself" an.

Weissenberger wurde nach seiner Aktion sofort von der Polizei abgeführt.

Emmerich Weissenberger besuchte die Akademie der Bildenden Künste in Wien (Prof. Damisch, Prof. Graf) und die Meisterklasse für Bildhauerei in Graz. Seine Bilder wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, vom Europa Museum in Luxemburg über das Museum Moderner Kunst in Merida bis zu Sothebys Wien, gezeigt.

Weitere Information zu seinem Werk finden Interessierte unter www.jesusreloaded.org und www.emmerichweissenberger.com.

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