• 02.04.2010, 09:02:08
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FPÖ-Kickl: Heimische Arbeitsmarktprobleme nicht durch mehr Zuwanderung lösbar

Österreich braucht vernünftige Familienpolitik statt Abhängigkeit

Wien (OTS) - "Wer meint, dass man mit Zuwanderung die Probleme am
heimischen Arbeitsmarkt tatsächlich lösen kann, begeht einen fatalen
Fehlschluss. Darauf zu setzen bedeutet Abhängigkeit von Faktoren, die
nicht im eigenen Einflussbereich liegen. Österreichs Ziel muss es
sein, eine Umkehr bei der Geburtenrate zustande zu bringen, um
mittelfristig und längerfristig den Bedarf an Arbeitskräften im
eigenen Land decken zu können", meinte heute FPÖ-Generalsekretär
Herbert Kickl im Zusammenhang mit der Diskussion um eine Studie der
Allianz zur Bevölkerungsentwicklung.

In anderen Bereichen wie etwa der Energiegewinnung gehe inzwischen
jeder vernünftige Mensch davon aus, dass es das Ziel sein müsse,
einen größtmöglichen Grad an Versorgung aus den Ressourcen des
eigenen Landes sicher zu stellen. Warum wolle man diese Strategie
nicht auch im Bereich des Arbeitsmarktes einschlagen? "Es wird in den
Schlussfolgerungen zu dieser Studie einmal mehr der schwerwiegende
Fehler gemacht, die zeitlich eventuell notwendige Kompensation eines
Arbeitskräftemangels durch ausländische Beschäftigte mit Zuwanderung
nach Österreich gleich zu setzen. Das sind zwei Paar völlig
verschiedene Schuhe", sagte Kickl, der insbesondere davor warnte, die
Entwicklungen am Arbeitsmarkt völlig losgelöst von der Frage der
Folgen für die sozialen Sicherungssysteme und den Kosten für
Integration etc. zu sehen.

Gerade in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit infolge einer
Wirtschaftskrise, deren weitere Entwicklung noch nicht im Mindesten
absehbar sei, auf Arbeitskräfte aus dem Ausland z.B. infolge des
Wegfalls der Schutzbestimmungen für den heimischen Arbeitsmarkt am 1.
Mai 2011 zu setzen, sei verantwortungslos und eine Verhöhnung der
arbeitssuchenden Österreicher. Gerade jene Länder, deren Bürger ab
2011 vollen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt bekämen, würden
in Sachen Einkommenshöhe massive Unterschiede zum österreichischen
Lohnniveau aufweisen, was für geringer qualifizierte Österreicher
einen massiven Verdrängungswettbewerb zur Folge hätte. Die Politik
sei vielmehr gefordert, endlich familienpolitische Rahmenbedingungen
zu schaffen, die eine Entscheidung für mehrere Kinder für die breite
Masse der Bevölkerung nicht gleichbedeutend mit einer Entscheidung
für ein Leben an der Armutsgrenze oder in Armut machen würden. Für
Frauen müsse in Sachen Familie und/oder Beruf tatsächlich die volle
Wahlfreiheit geschaffen werden. Dies müsse neben genügend
Kinderbetreuungsplätzen aber insbesondere auch bedeuten, dass die
Entscheidung für einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft, wie er
durch Kindererziehung geleistet werde, auch entsprechend honoriert
werde. "Nur so kann eine nachhaltige Trendumkehr gelingen", schloss
Kickl.

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