FPÖ-Kickl: Heimische Arbeitsmarktprobleme nicht durch mehr Zuwanderung lösbar

Österreich braucht vernünftige Familienpolitik statt Abhängigkeit

Wien (OTS) - "Wer meint, dass man mit Zuwanderung die Probleme am heimischen Arbeitsmarkt tatsächlich lösen kann, begeht einen fatalen Fehlschluss. Darauf zu setzen bedeutet Abhängigkeit von Faktoren, die nicht im eigenen Einflussbereich liegen. Österreichs Ziel muss es sein, eine Umkehr bei der Geburtenrate zustande zu bringen, um mittelfristig und längerfristig den Bedarf an Arbeitskräften im eigenen Land decken zu können", meinte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl im Zusammenhang mit der Diskussion um eine Studie der Allianz zur Bevölkerungsentwicklung.

In anderen Bereichen wie etwa der Energiegewinnung gehe inzwischen jeder vernünftige Mensch davon aus, dass es das Ziel sein müsse, einen größtmöglichen Grad an Versorgung aus den Ressourcen des eigenen Landes sicher zu stellen. Warum wolle man diese Strategie nicht auch im Bereich des Arbeitsmarktes einschlagen? "Es wird in den Schlussfolgerungen zu dieser Studie einmal mehr der schwerwiegende Fehler gemacht, die zeitlich eventuell notwendige Kompensation eines Arbeitskräftemangels durch ausländische Beschäftigte mit Zuwanderung nach Österreich gleich zu setzen. Das sind zwei Paar völlig verschiedene Schuhe", sagte Kickl, der insbesondere davor warnte, die Entwicklungen am Arbeitsmarkt völlig losgelöst von der Frage der Folgen für die sozialen Sicherungssysteme und den Kosten für Integration etc. zu sehen.

Gerade in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit infolge einer Wirtschaftskrise, deren weitere Entwicklung noch nicht im Mindesten absehbar sei, auf Arbeitskräfte aus dem Ausland z.B. infolge des Wegfalls der Schutzbestimmungen für den heimischen Arbeitsmarkt am 1. Mai 2011 zu setzen, sei verantwortungslos und eine Verhöhnung der arbeitssuchenden Österreicher. Gerade jene Länder, deren Bürger ab 2011 vollen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt bekämen, würden in Sachen Einkommenshöhe massive Unterschiede zum österreichischen Lohnniveau aufweisen, was für geringer qualifizierte Österreicher einen massiven Verdrängungswettbewerb zur Folge hätte. Die Politik sei vielmehr gefordert, endlich familienpolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Entscheidung für mehrere Kinder für die breite Masse der Bevölkerung nicht gleichbedeutend mit einer Entscheidung für ein Leben an der Armutsgrenze oder in Armut machen würden. Für Frauen müsse in Sachen Familie und/oder Beruf tatsächlich die volle Wahlfreiheit geschaffen werden. Dies müsse neben genügend Kinderbetreuungsplätzen aber insbesondere auch bedeuten, dass die Entscheidung für einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft, wie er durch Kindererziehung geleistet werde, auch entsprechend honoriert werde. "Nur so kann eine nachhaltige Trendumkehr gelingen", schloss Kickl.

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