Plassnik: Serbien setzt bemerkenswertes Zeichen für Versöhnungsbereitschaft

ÖVP-Abgeordnete fordert Auslieferung von Radko Mladic

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Positiv kommentiert heute, Donnerstag, die ehemalige Außenministerin und ÖVP-Abg. Ursula Plassnik die Resolution des serbischen Parlaments, die gestern in Belgrad verabschiedet wurde. Darin wurde das Massaker von bosnisch-serbischen Truppen an 8.000 Bosniaken in Srebrenica im Juli 1995 "auf das Schärfste" verurteilt. ****

"15 Jahre nach dem Genozid in Srebrenica haben die serbischen Volksvertreter nun wegweisende Worte der Entschuldigung und der Anerkennung erlittenen Leides gefunden. Möge dieser bemerkenswerte Schritt die Tür zu mehr Versöhnungsbereitschaft in Serbien selbst, aber auch in der Nachbarschaft öffnen. Dazu gehört auch die längst überfällige Auslieferung des wegen schwersten Kriegsverbrechen angeklagten mutmaßlichen Haupttäters Radko Mladic an das Haager Tribunal", so Plassnik.

"Die Erklärung des serbischen Gesetzgebers ist ein wichtiger Beitrag zur Bearbeitung eines der schwärzesten und schmerzhaftesten Ereignisse in der jüngeren Geschichte des Balkans mit Blickrichtung auf die gemeinsame europäische Zukunft unserer Nachbarn. Dass die Resolution unter Serbinnen und Serben eine dornige Debatte auslösen und manchen zu wenig weit gehen würde, war absehbar. Auch wenn ein expliziter Hinweis auf die international längst feststehende juristische Qualifikation als Völkermord bedauerlicherweise fehlt, so bleibt die Erklärung doch ein beachtenswertes Signal", meint Plassnik. "Die leidgeprüften Menschen der Region sollten jetzt auf weitere Schritte der Versöhnungsbereitschaft im europäischen Geist hoffen dürfen," schloss Plassnik abschließend.

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