SJ-Moitzi zu Spindelegger: Ja, "Wildwuchs" an Schulversuchen beenden! Gemeinsame Schule flächendeckend einführen!

ÖAAB-Bildungskonzepte zeigen: ÖVP-Reise zurück ins Mittelalter ist noch nicht beendet

Wien (OTS) - Zustimmung zur Forderung von ÖAAB-Chef Spindelegger, den "Wildwuchs" an Schulversuchen zu beenden, kommt von SJ-Verbandsvorsitzendem Wolfgang Moitzi. "Wir sprechen uns aber, im Unterschied zu Spindelegger, ganz klar gegen eine weitere Auseinanderdividierung der SchülerInnen in 'gute' und 'schlechte' Schultypen aus. Stattdessen brauchen wir endlich die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule der 6- bis 14-Jährigen, in der innere statt äußere Differenzierung gelebt wird", so Moitzi. Die frühe Trennung der SchülerInnen sei schädlich und bildungsfeindlich. "Dass die ÖVP zum Lobbyverein einer kleinen Elite von Wirtschaftstreibenden mutiert ist, hat sie heute durch ihre Pläne zum neuen Glücksspielgesetz bereit bewiesen. Mit dem ÖAAB-'Gegenentwurf' zur gemeinsamen Schule legen die Schwarzen noch eins drauf", bedauerte der SJ-Verbandsvorsitzende heute, Donnerstag. ****

Während von so gut wie allen Seiten SchulexpertInnen die frühe Trennung der SchülerInnen in verschiedene Schultypen kritisieren und Studien belegen, dass der allgemeine Bildungsgrad in Ländern mit gemeinsamer Schulform (z.B. in Finnland) höher ist, wird in den "Gegenentwürfen" des ÖAAB der "ungebremste Zustrom der Masse" an Gymnasien kritisiert. Dieser sei "nicht gesund" und müsse unterbunden werden, "mehr Leistung" gehöre verlangt. Nach den Forderungen nach härteren Bestrafungsmöglichkeiten für Lehrkräfte und Strafen für Eltern, deren Kinder zu spät in die Schule kommen oder Hausaufgaben nicht gemacht haben, beweise die Forderung nach der Errichtung von Eliteschulen einmal mehr: "Die Reise der ÖVP zurück ins Mittelalter ist noch nicht beendet."

"In Ländern mit gemeinsamer Schulform wie Finnland gibt es mehr SchülerInnen mit Spitzenleistungen und weniger SchülerInnen mit Schulproblemen - das sollte auch erklärtes Ziel einer Volkspartei sein", so Moitzi weiter. Stattdessen würden die Bildungsrezepte der ÖVP der letzten Jahre immer aus derselben neoliberalen Mottenkiste kommen: Einsparungen an allen Ecken und Enden, Bildungsbudget drosseln und damit Schulen von Privatsponsoren abhängig machen, öffentliches Schulsystem verschlechtern und für einige wenige neue Eliteschulen errichten. "Gute Bildung für alle statt Eliteschulen für wenige Reiche!", forderte Moitzi abschließend. (Schluss) sm

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