Windbüchler-Souschill: Traditionelle Wege des AMS müssen sich ändern

Grüne fordern Qualifizierungsoffensive statt reiner Arbeitsvermittlung

Wien (OTS) - Derzeit gibt es mehr als 77.600 Jugendliche unter 25 Jahren, die beim AMS als Arbeitsuchend registriert sind. Rund 5200 Lehrstellensuchende stehen nur ca. 3200 offenen Stellen gegenüber. "Qualifikation statt sich wiederholende Kurse muss daher Priorität werden. Darüber hinaus bedarf es eines Rechtsanspruches auf kostenlose Bildungsabschlüsse, z.B. Matura oder Hauptschulabschluss", fordert die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill. "Die traditionellen Wege des AMS müssen sich endlich ändern - weg von ausschließlicher Arbeitsvermittlung hin zu guter Qualifizierung. Sozialminister Hundstorfer ist gefordert, hier die richtigen Maßnahmen zu setzen."

Das AMS ist für Jugendliche oft die erste und einzige Anlaufstelle. Die Beratungen sind meist nur sehr kurz gehalten. Wenn Jugendliche beim AMS landen, dann haben sie auch das Recht auf Begleitung und Beratung, auf soziale Arbeit und Sozialpädagogik. Es muss mit ihnen gemeinsam ein Weg erarbeitet werden. "Jugendliche brauchen oft länger, um herauszufinden, in welche berufliche Richtung sie gehen wollen. Gerade diejenigen, die aus dem Bildungssystem und Arbeitsmarkt herausgefallen sind. Und das ist die große Chance für die Sozial- und Jugendpolitik im AMS", meint Windbüchler-Souschill.

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