NÖ. Hundehaltegesetz: Keine "Flurbereinigung" auf Kosten der Tiere und des Tierschutzes!

Wiener Tierschutzverein übt Kritik an Aussagen von VP-Klubobmann Schneeberger

Wien (OTS) - Im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf stieg die Zahl der abgegebenen oder ausgesetzten Staffordshire Terrier, Pitbulls, Rottweiler u.a. "Listenhunde" von Weihnachten bis dato von 123 auf 166. Eine Hauptursache dafür liegt im neuen niederösterreichischen Hundehaltegesetz, das Hunde bestimmter Rassen samt deren HalterInnen diskriminiert.

In einem ORF-Interview zeigte Niederösterreichs ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger wenig Verständnis für die durch das Gesetz entstandenen Probleme und erklärte, dass eine "Flurbereinigung" im Gange sei und die Tierheime jetzt eben eine "Art Auffanglager für Kampfhunde" bilden müssen.

Dazu Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: "Wir helfen allen Hunden, vor allem auch den als 'Kampfhunden' verunglimpften Tieren. Aber wir stehen im Wiener Tierschutzhaus bereits jetzt vor einem Kapazitätsproblem. Wohin mit den vielen weiteren zu erwartenden Hunden?"

Und weiter: "Wenn VP-Klubobmann Schneeberger schon das bittere Wort 'Lager' in den Mund nimmt, wer soll ein solches bezahlen? Wer errichtet es? Wer arbeitet dort? Wie sieht es mit der Haftung und Versicherung aus?"

"Eine 'Flurbereinigung' auf dem Rücken der Hunde und auf Kosten der Tierschutzhäuser ist inakzeptabel. Ich erwarte mir vom Land Niederösterreich einen lösungsorientierten Dialog. Wir sind dazu jederzeit bereit."

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