CO Tauschitz: Verbot treibt Glückspiel in die Illegalität

Kärnten: Gesetzesnovelle Kleines Glückspiel am Tisch. Eventuelle Bundes-Lösung nach Ostern. Sonst Umsetzung des Kärntner Gesetzes bis Herbst.

Klagenfurt (OTS) - Die Zahl der Spielsüchtigen beweist, dass es eine Gesetzesnovelle für das Kleine Glückspiel dringend braucht. "Aber ein Verbot treibt das Glückspiel nur in die Illegalität, fern von jeder Kontrolle", hält VP-Clubobmann Stephan Tauschitz heute fest. Kärnten habe daher bereits eine Novelle ausgearbeitet, doch ist derzeit eine bundesweite Lösung in Diskussion.

"Wir warten einen möglichen Beschluss des Bundes für ein neues Glückspielgesetz nach Ostern ab. Kommt keine Lösung vom Bund, werden wir unsere Kärntner Gesetzesnovelle zum Beschluss bringen", erklärt Tauchitz.

Bisher lag das Kleine Glückspiel in der Gesetzgebung des jeweiligen Landes, der Bund will jedoch eine Österreichweite gesetzliche Regelung erreichen. Die Bundesländer können für sich aber auch Adaptierungen des Bundesgesetzes vornehmen.

Ziel des neuen Glückspielgesetzes sei laut Tauschitz die Verbesserung des Spieler- und Jugendschutzes und die Bekämpfung der illegal aufgestellten Spielapparate sowie schärfere Kontrollen vor allem Jugendlicher.
"Ohne Registrierung und ohne Ausweis soll niemand mehr in einen Spielertempel kommen. Wer nicht Volljährig ist, hat nichts bei einem Geldautomaten oder ähnlichem verloren", so Tauschitz.
Weiters sollen gefährdete Spieler durch eine Betreiber-Verpflichtung oder durch Spieler selbst gesperrt werden können.
Auch bei den Betriebszeiten müsse es laut Tauschitz Einschränkungen geben. "Es gibt keinen Grund, dass die Spielhöllen 24 Stunden geöffnet haben", sagt Tauschitz.
Kreditvergaben durch die Betreiber an Spieler müssen generell verboten werden, ebenso wie der Ausschank von Alkohol in den Spielhallen.
Sofern die Vermutung besteht, dass Apparate mit einer illegalen Handlung verknüpft sind, sind sie für eine Untersuchung sofort zu entfernen. Bei Strafbestand werden die Geräte entzogen. Dazu gehört auch, dass die Spielapparate genau definiert sind, um jegliche Rechtsunsicherheit zu vermeiden.

Infos zu Kleines Glücksspiel Kärnten:
? 980 Apparate (ca. 200 Casino Velden)
? 5 große Betreiber in Kärnten
? ca. Euro 7,2 Mio Einnahmen aus Kleinem Glücksspiel
durch Gesetzesänderung ca. Euro 10 Mio. Einnahmen
? gute Marktbeobachtung / Kontrollen in Kärnten
2 Personen führen lfd. Kontrollen / Testspiele durch
? Gesetzesnovelle auch aufgrund technischer Entwicklung notwendig (Schluss)

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