SJ-Moitzi: Nicht bei Spielsüchtigen abkassieren!

Kleines Glücksspiel gehört verboten, klares Nein zu Lopatka-Plänen

Wien (OTS/SK) - "Wieder einmal zeigt sich, dass in der ÖVP Wirtschafts- und Konzerninteresse Vorrang vor dem Wohlergehen der Bevölkerung haben", kommentierte der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Wolfgang Moitzi, die ÖVP-Pläne bezüglich des neuen Glücksspielgesetzes. Die geplante Gesetzesnovelle erlaubt eine Vervielfachung von Einsätzen beim Automatenspiel, die Legalisierung von tausenden Glücksspielautomaten und das Fortbestehen des kleinen Glücksspiels. "Die ÖVP will wohl mit dem hart erarbeiteten Geld der Bevölkerung die Steuerkassen füllen. Schamlos den Spielsüchtigen das Geld aus den Taschen ziehen, ohne endlich die Reichen im Land höher zu besteuern - so lautet wohl die Devise von Lopatka und Co", so Moitzi. Es sei höchst an der Zeit, das Kleine Glücksspiel bundesweit zu verbieten. Dies würde insbesondere die Jugendlichen besser vor der Spielsucht schützen. ****

Eine Verringerung des Suchtpotentials der Menschen würde nur ein Verbot des Kleinen Glücksspiels und der unzähligen Glücksspielautomaten mit sich bringen. Dies würden auch zahlreiche SuchtexpertInnen bestätigen können, betont Moitzi. Zudem würden die Beträge, die durch das Kleine Glücksspiel nun in den Steuerkassen eintrudeln, bald darauf von erhöhten Ausgaben wegen der verursachten volkswirtschaftlichen Schäden (Spielsucht bedeutet oftmals Jobverlust oder Abdriften in Drogenkonsum oder Kleinkriminalität) mehr als aufgefressen werden, vermutet der SJ-Vorsitzende. "Es kann doch nicht ernsthaft von Staatsekretär Lopatka gewollt sein, dass weiterhin unzählige Jugendliche durch das kleine Glückspiel geschädigt werden. Gerechte Politik bedeutet nicht, die Spielsucht sozial Schwächerer und Jugendlicher auszunutzen, sondern endlich Vermögenssteuern einzuführen", erwartet sich Moitzi abschließend. (Schluss) bj

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