Essstörungen: Kärntner Wegweiser jetzt online!

LR Kaiser präsentiert Online-Service über Prävention und Therapie sowie Infokarte zum Thema Essstörungen - Folgeschäden vermeiden heißt auch, Geld sparen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Auftrag von Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser stellt das Frauengesundheitszentrum (FGZ) Kärnten ab sofort einen Wegweiser ins Internet, damit bei Essstörungen Hilfe, Prävention und Therapie rasch gefunden werden. Zusätzlich gibt es eine Infokarte, die von Institutionen und Schulen kostenlos im FGZ Kärnten bestellt werden kann. Betroffen von Essstörungen sind vor allem Mädchen, zunehmend erkranken aber auch Burschen und Frauen über 40 Jahre. Seit über einem Jahrzehnt fungiert das FGZ Kärnten als Kompetenzzentrum für Essstörungen. Es bietet einen guten Überblick über Angebote und Einrichtungen in Kärnten rund um das Thema Essstörungen.

"Damit diese Informationen unabhängig von den Öffnungszeiten allen Hilfesuchenden zur Verfügung stehen, wurden alle Einrichtungen kontaktiert, und die Informationen stehen nun als kostenloser Download auf der Homepage des Frauengesundheitszentrums zur Verfügung", gab heute, Donnerstag, Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser bekannt. Der Gesundheitsreferent hofft, dass durch dieses Service Essstörungen früher behandelt werden können.

"Die Heilungschancen bei Essstörungen sind umso besser, je früher die Erkrankung erkannt und professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird", weiß Kaiser. Betroffenen und Angehörigen eine Orientierungshilfe zu bieten, wo sie welche Unterstützung bekommen können, sei enorm wichtig. Für Kaiser geht es auch darum, dass die Betroffenen, auf schnellsten Weg eine adäquate psychotherapeutische und medizinische Betreuung bekommen.

Der Gesundheitsreferent verwies auch auf die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. "Bei dieser stark verbreiteten Erkrankung kann es zu massiven Folgeschäden kommen, die lange Zeiten zur Arbeitsunfähigkeit führen und eine intensive Behandlungen erfordern. Eine rasche qualitätsvolle Therapie hilft daher auch hohe Folgekosten für das Gesundheitswesen zu vermeiden", erklärte er.

Essstörungen sind eine der häufigsten psychosomatischen Erkrankungen im Jugendalter. Österreichweit leiden etwa 200.000 Österreicher einmal im Laufe ihres Lebens an einer Essstörung. In Kärnten haben sich allein im Jahr 2009 über 270 Menschen im FGZ Kärnten über eine längerfristige psychologischer Unterstützung oder Therapiemöglichkeiten bei Essstörungen informiert. Die Zahl der Personen, die an Essstörungen leiden, wird hierzulande auf 15.000 geschätzt.

Laut Regina Steinhauser, Geschäftsführerin des FGZ, fielen 15 Prozent aller persönlichen Beratungen, die im FGZ Kärnten im vergangenen Jahr von Menschen in Anspruch genommen wurden, auf das Thema Essstörungen. "Unsere Erstberatungen dienen dazu, Klarheit über die Ist-Situation der Betroffenen zu schaffen und dann Kontaktstellen zu finden, die eine längerfristige, ambulante oder stationäre Hilfe in der Nähe des Wohnortes der Betroffenen anbieten", so Steinhauser.

Das FGZ Kärnten bietet neben den neuen Online-Informationen ein sehr breites Hilfsangebot rund um Essstörungen. Dazu zählen anonyme und kostenlose Beratungen, Elternabende und Präventivworkshops in ganz Kärnten.

I N F O S: http://www.fgz-kaernten.at/11903.htm

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