Keine Prognose ist auch eine Prognose (von Eva Weissensteiner)

Ausgabe 1. April 2010

Klagenfurt (OTS) - Zeitgleich mit ihrer Ex-Mutter BayernLB gab die Kärntner Hypo Group gestern die Bilanzzahlen für 2009 bekannt. 1,58 Milliarden Euro Nettoverlust überraschen nicht, diese Hausnummer geistert seit fast einem halben Jahr herum und ist spätestens seit der Notverstaatlichung so gut wie offiziell. Auch die Tatsache, dass das Institut für 2010 keine Prognose abgeben kann und will, überrascht wenig, macht aber in seltener Klarheit deutlich, wie langwierig und mühsam der Genesungsprozess des Kärntner Patienten wird. Die Verstaatlichung war nicht mehr als die Notoperation. Niemand wagt heute eine Vorhersage über den Ausgang des EU-Beihilfeverfahrens. Und niemand weiß, wann und wie schnell sich die Wirtschaft im Hypo-Problemmarkt Südosteuropa erholen wird. Trotzdem: Mit der Vorlage der Bilanz 2009 schließt die Bank das dunkelste Kapitel ihrer Geschichte ab und kann sich endlich ehrlich ihrer Vergangenheit stellen. Das wäre ihr zumindest zu wünschen.

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