GPA-djp: Aktuelle Werbespots der Versicherungsmakler sind takt- und ideenlos

Offener Brief an den Fachverband der Versicherungsmakler

Wien (OTS/ÖGB) - Anlässlich der derzeit laufenden Werbekampagne des Fachverbands der Versicherungsmakler fordert die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) den Fachverband in einem offenen Brief dazu auf, wieder mehr Augenmerk auf einen fairen Wettbewerb der Leistungen zu legen, statt eine gesamte Berufsgruppe öffentlich herabzuwürdigen. Dazu der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Versicherungen in der GPA-djp, Franz Urban:
"Es ist takt- und ideenlos, dass tausende ArbeitnehmerInnen, die mit ihrer Leistung und ihrem daraus resultierenden Einkommen auch zum allgemeinen Wohlstand unserer Gesellschaft beitragen, so dargestellt werden." ++++

Der Brief im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Mag. Gisch!

Viele in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Jornalismus, Papier (GPA-djp) gewerkschaftlich organisierte Außendienstbeschäftigte und ihre BetriebsrätInnen der Versicherungsbranche haben uns in letzter Zeit auf die laufende Werbekampagne des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten aufmerksam gemacht und ihren Unmut und ihre Verärgerung mitgeteilt.

Wir sind über die Art und Weise verwundert, wie Ihr Verband im Besonderen im aktuellen Radiowerbespot (und auch schon in den vorangegangenen Kampagnen!) abermals den angestellten Außendienstbeschäftigten der Versicherungsbranche jede inhaltliche Kompetenz abzusprechen versucht.

Wie sonst kann der derzeit laufende Radiowerbespot, der offenbar darauf abzielt, die Beschäftigten der Exklusivvertriebe der österreichischen Versicherungsunternehmen als inkompetent und albern hinzustellen, verstanden werden?

Dass jede Gruppe auf ihren eigenen Berufsstand stolz ist und diesen natürlich bestmöglich darstellen will, ist verständlich. Die eigenen Leistungen hervorzuheben und so zum Zwecke der Geschäftsausweitung dafür Werbung zu betreiben, ist natürlich auch legitim. Es ist jedoch aus unserer Sicht eher takt- und ideenlos, dass diese Ziele auf Kosten von tausenden ArbeitnehmerInnen, die mit ihrer Leistung und ihrem daraus resultierendem Einkommen auch zum allgemeinen Wohlstand unserer Gesellschaft beitragen, so dargestellt werden.

Auch die Berufsgruppe der Versicherungsmakler greift gerne auf die gut ausgebildeten angestellten AußendienstmitarbeiterInnen aus der Versicherungsbranche zurück. Es wäre daher ein Akt der Fairness, diese auch als ExpertInnen anzuerkennen, und sich bei der Werbung auf die Darstellungen der jeweiligen Leistungen zu konzentrieren. Beschäftigungsgruppen gegeneinander auszuspielen mag zwar im Moment modern sein, hat aber langfristig noch nie zum gewünschten Erfolg geführt.

Mit diesem offenen Brief ersuchen wir Sie daher, bei Ihren Werbemaßnahmen wieder mehr Augenmerk auf einen fairen Wettbewerb der Leistungen zu legen und nicht den Wettbewerb in öffentlichen Herabwürdigungen zu suchen."

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Mag. Elisabeth Schnallinger
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