FP-Lasar zu "Komasaufen": Nachbetreuung fehlt völlig

Prävention, Aufklärung, Elternarbeit, Strafen

Wien (OTS/fpd) - Nach den jüngst erschienen Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach im Jahr 2008 erschreckenderweise 2577 Heranwachsende mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, sei nun gesundheitspolitisch Feuer am Dach, zeigt sich der Gesundheitssprecher der FPÖ- Wien LAbg. David Lasar höchst besorgt über den jugendlichen Suchtmittelmissbrauch und stellt dazu fest, dass die Nachbetreuung der Jugendlichen völlig fehle.

Beschwichtigungsversuche von SPÖ-Gesundheitsminister Stöger mit seinen fruchtlosen Präventionsvorschlägen seien völlig fehl am Platz. Gerade in Wien sie das "Komasaufen" bereits zum alltäglichen Problem geworden. Besonders schlimm dabei sei die Tatsache, dass immer jüngere Burschen und Mädchen zum Alkohol greifen. Aus diesem Grund müsse die Aufklärung in der Schule schon sehr früh beginnen. Aber auch die Eltern müssten mehr in die Pflicht genommen werden.

Zudem werden vermehrte Kontrollen an neuralgischen Plätzen im Sinne des Jugendschutzgesetzes sowie härtere Strafen bei Nichtbeachtung notwendig sein, will man das Problem in den Griff bekommen. Solange es verantwortungslose Lokalbetreiber gibt, die mit Dumpingpreisen Jugendliche zum Genuss der "bunten Getränke" animieren und damit auch offensiv Werbung betreiben, werde sich an der derzeitigen Situation jedenfalls wenig ändern, zeigt sich Lasar überzeugt.

Jene Jugendlichen und Kinder, die auf Grund einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, dürften nach Ausnüchterung keinesfalls einfach wieder nach Hause geschickt werden, ohne dass ihr Verhalten Konsequenzen nach sich ziehe. Hier sei eine fundierte Nachbetreuung das A und O, will man nach Möglichkeit verhindern, dass Jugendliche erneut zum Suchtmittel greifen, so Lasar.

So wie beim Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer eine Nachschulung und psychologische Nachbetreuung verpflichtend seien, müsse dies auch bei den jugendlichen "Komasäufern" passieren. Diese Jugendlichen sollten nach Meinung der FPÖ einen Kurs besuchen, wo sie mit den Folgen des Alkoholmissbrauchs altersadäquat, jedoch intensiv und notfalls mit abschreckenden Beispielen konfrontiert werden, fordert Lasar abschließend. (Schluss) hn

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