Austro-Control Mitarbeiter erhalten ihre Flugscheine durch Wohlwollen von zu prüfenden Unternehmen

FPÖ spricht von Unvereinbarkeit

Wien (OTS) - Aus einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Luftfahrtsprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer geht hervor, dass alleine bei Unternehmen, die Hubschrauberflotten betreiben, vier Mitarbeiter der Austro Control auf firmeneigenen Fluggeräten die notwendigen Stunden zum Erhalt ihrer Pilotenlizenzen ableisten.

Grund der Anfrage waren die nun eskalierenden Probleme rund um die Zulassung von Fluggeräten verschiedener österreichischer Unternehmen im Bereich des Rettungsflugwesens. Der Fall Knaus wurde wochenlang in den Medien abgehandelt.

Norbert Hofer: "Die Austro Control behauptet, dass aus der fliegerischen Tätigkeit ihrer Fluginspektoren bei Unternehmen, die von der Austro Control geprüft werden, keine Befangenheit resultiert. Ich widerspreche dieser Darstellung. Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter einer Behörde aufgrund des Wohlwollens von zu prüfenden Unternehmen ihre Pilotenlizenzen erhalten."

Das wäre gerade so, so Hofer weiter, als würden Fahrprüfer von Fahrschulen eingeladen, Fahrzeuge der Fahrschule für sich selbst zu nutzen, um ihre Fahrpraxis zu erweitern. Niemand würde es dem Bezirkshauptmann abnehmen wenn dieser behaupten würde, es komme zu keinerlei Befangenheit.

Norbert Hofer: "Ich ersuche die Bundesministerin dringend, dafür Sorge zu tragen, dass diese Schieflage rasch beseitigt wird und der Behörde die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit jene Personen, die aus beruflichen Gründen Lizenzen erhalten müssen, dafür behördeninterne Möglichkeiten nützen können."

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