Auch die TU Graz stellt Antrag auf Zugangsbeschränkungen in der Architektur gemäß §124b

HTU Graz sieht die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von Zugangsbeschränkungen nicht gegeben

Graz (OTS) - Nach der TU Wien und der Uni Innsbruck stellt mit 31.3.2010 auch die TU Graz den Antrag auf Zugangsbeschränkungen gemäß §124b UG 2002 und gibt somit dem allgemeinen Druck nach. In seiner Stellungnahme weist der Senat der TU Graz jedoch darauf hin, dass es eine Vielzahl an Problemen gibt, die aufgrund langjähriger Versäumnisse der Politik überhaupt erst entstanden sind.

"§124b ist nicht das Mittel, um die Probleme der Architektur im Speziellen und der TU Graz im Allgemeinen zu lösen", stellt Andreas Kainer, Vorsitzender der HTU Graz, fest und fährt fort: "Die Anwendung von §124b setzt einen deutlichen Anstieg von ausländischen Studierenden voraus, dieser ist aber nicht gegeben! Im Gegenteil:
Auch die Architekturfakultät der TU Graz wünscht sich nach eigener Aussage mehr ausländische Studierende, da diese eine Bereicherung darstellen."

"Wie der Senat richtig feststellt, ist das Betreuungsverhältnis an der TU Graz unzureichend. Aufgrund der Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten wird sich die Lage in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen", wirft Roman Geier, studentisches Senatsmitglied an der TU Graz, in den Raum.

"Nun liegt die Entscheidung bei Bundesministerin Karl und dem Ministerrat. Als Juristin muss ihr jedoch klar sein, dass man sich aus als Ministerin nicht über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinwegsetzen kann. §124b bietet definitiv nicht den juristischen Spielraum, um Zugangsbeschränkungen im Fachbereich Architektur einzuführen", schließt Katrin Tiffner, ebenfalls studentisches Senatsmitglied an der TU Graz.

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