Ärger mit der Baufirma: AK berät und vertritt Häuslbauer

Linz (OTS) - Verspätungen bei der Fertigstellung, massive Baumängel, Kostenüberschreitungen, Konkurs der Baufirma. Knapp 1.600 Konsumenten/-innen wandten sich im Vorjahr an die AK Oberösterreich, weil sie Schwierigkeiten mit Baufirmen hatten. Für sie konnten rund 600.000 Euro hereingeholt werden. Die AK fordert einen besseren behördlichen Schutz vor unseriösen Baufirmen.

Die meisten Anfragen zum Thema Bauen verzeichnet die AK-Konsumen-teninformation bei Baumängeln. Die Probleme betreffen hier Massivhäuser ebenso wie Fertighäuser und reichen vom Keller bis zum Dach. Besonders häufig sind Feuchtigkeitsschäden, wie auch im Fall einer jungen Familie aus dem Hausruckviertel: Im neuen Haus gab es bei den Fenstern einen schleichenden Wassereintritt - schließlich war die gesamte tragende Konstruktion an der Südwand des Hauses morsch. Erst nach Intervention der AK führte die Baufirma eine umfassende Sanierung auf eigene Kosten durch.

Auffallend viele Beschwerden verzeichnet die AK auch zu Kostenüberschreitungen. Immer wieder überschreiten Firmen den im Angebot veranschlagten Preis, obwohl dies nur in Ausnahmefällen zulässig ist. Schriftliche Kostenvoranschläge sind
grundsätzlich einzuhalten! AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Wir raten Betroffenen, sich unbedingt an die Konsumenteninformation zu wenden. Unsere Expertinnen und Experten können die Rechtmäßigkeit der Kostenüberschreitung rasch überprüfen."

Besonders problematisch wird es für Konsumenten/-innen, wenn die Baufirma pleite geht und einen halbfertigen oder mangelhaften Bau zurücklässt. Oft haben sie viel mehr bezahlt, als die bisher erbrachte Bauleistung wert ist. Außerdem verursacht die Fertigstellung durch andere Baufirmen enorme zusätzliche Kosten. Leider sind Unternehmen, die wiederholt in Konkurs gehen und damit viele Konsumenten/-innen, Arbeitnehmer/-innen und Subunternehmen schädigen, gerade in der Baubranche keine Seltenheit.

Dazu kommt: Gerade in der Baubranche betätigen sich immer wieder Personen als Unternehmer, die keine Berechtigung für das Baumeistergewerbe, sondern zum Beispiel nur für einen Handelsbetrieb haben. Kalliauer: "Das kann sich nur negativ auf die Konsumenten auswirken." Er fordert eine schärfere Gangart gegen derart unseriöse Praktiken. "Es ist notwendig, die Kommunikation zwischen den Behörden zu verbessern. Gewerbebehörde, Finanzamt, Sozialversicherung, Arbeitsinspektorat und Justiz sollten ihre Erfahrungen über unseriöse Unternehmensgründer austauschen", so Kalliauer.

Alle Infos und viele nützliche Tipps zum Hausbau gibt es unter www.ak-konsumenten.info , Beratung unter der Konsumentenhotline 050/6906-2.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Ulrike Etlinger
Tel.: 80732) 6906-2193
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