VIER PFOTEN: Achtung bei bunten Ostereiern - unzählige Käfigeier im Umlauf!

Wien (OTS) - In den Tagen vor Ostern kaufen Herr und Frau Österreicher gut 50 Millionen Eier, mehr als die Hälfte davon gekocht und gefärbt. Die Farbe verbirgt aber oft die Herkunft - der verpflichtende Stempel, der Auskunft über Haltungsform und Produktionsland geben soll, ist meist nicht mehr sichtbar. Viele Händler nutzen diese Tatsache, um ihre Kunden zu täuschen. "Auf diversen Märkten in Wien haben wir gefärbte Käfigeier gefunden, die den Kunden als Freilandeier angeboten werden. Nur wenige Eier haben das Geheimnis preisgegeben - unter sehr hellen Farben bleibt der Stempel sichtbar.", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Aber damit nicht genug - nicht nur bezüglich der Haltung wird gelogen auch in Bezug auf das Herkunftsland - alleine in den letzten 24 Stunden habe ich Eier aus Polen, Finnland, Spanien und den Niederlanden gefunden und alles war als heimische Ware angepriesen!"

Die Käfighaltung von Legehennen ist in Österreich bereits seit Anfang 2009 verboten. Ein großer Schritt für den Tierschutz und die Konsumenten - österreichische Bauern haben auf tierfreundlichere Alternativen umgestellt. "Durch den Import von Käfigeiern aus dem Ausland werden alle hintergangen - die österreichischen Bauern, die Konsumenten und vor allem die Tiere. Eier aus der Käfighaltung sind aus extrem tierquälerischer Haltung. Hühner eingezwängt in Metallkäfigen, meist ohne Federn und leider viel zu oft unter toten Artgenossen - bitte kaufen Sie nur klar deklarierte Eier!", appelliert Stadler.

Aber nicht nur auf diversen Märkten, die eigentlich für Regionalität und kleinbäuerliche Strukturen stehen, werden bunte Käfigeier angeboten - auch die Supermarktkette NORMA hat, als letzter Lebensmittelmarkt Österreichs, noch immer dieses Tierqual-Produkt im Sortiment.

"Wenn man sicher gehen möchte, färbt man (Bio)Freilandeier einfach selbst und kann so sichergehen, nicht getäuscht zu werden. Augen Auf auch beim Kauf von Osterpinze und Co - denn wo nicht "Freilandei" drauf steht, ist kein Freilandei drin. Auch hier wird auf ausländische Käfigeier zurückgegriffen.", so Stadler abschließend.

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