Neues Volksblatt: "Kampagne" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 31. März 2010

Linz (OTS) - Hand aufs Herz: Wissen Sie, worum es in der
PR-Kampagne geht, die mit der "Söhne und Töchter"-Version der Bundeshymne für einen kleinen Aufreger gesorgt hat?
Wenn Sie jetzt "Schulreform" gesagt haben, dann sind Sie gut. Und wenn Sie dazu noch konkrete Inhalte der Kampagne nennen können, dann:
"Kompliment!"
Die Kosten ihrer Kampagne, von der außer einem Rechtsstreit zwischen der PR-Agentur und den Nachfahren der Textdichterin der Bundeshymne nicht viel geblieben ist, hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied jetzt mit 900.000 Euro beziffert. Allerdings nur für die Kampagne, die Kosten für den Rechtsstreit sind nicht dabei.
Wenn man der SPÖ-Ministerin glauben darf, dann fehlt in ihrem Ressort hinten und vorn das Geld. Was man glauben kann, sonst würde sie den Bundesländern ja die vollen Kosten für die Reduzierung der Schülerzahl pro Klasse auf 25 refundieren. Dem Land Oberösterreich bleibt der Bund aus diesem Titel alleine heuer rund zehn Millionen Euro schuldig.
Als Steuerzahler fragt man sich, ob angesichts der leeren Staatskassen und hochfliegender Bildungspläne unser Geld wirklich am besten in einer PR-Kampagne angelegt ist, deren Inhalt großteils unbekannt ist - abgesehen von einem Streit um die Bundeshymne.

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