Industrie: NGP-Umsetzung darf umweltfreundliche Wasserkraft nicht gefährden

IV-Vize-GS Koren: Mit Nationalem Gewässerbewirtschaftungsplan gerade noch akzeptabler Kompromiss gelungen - Potenziale der klimaneutralen Wasserkraft werden nicht voll ausgeschöpft

Wien (OTS/PdI) - "Der Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) ist die gemeinsam erarbeitete Basis, auf der die klimafreundliche Stromproduktion aus Wasserkraft weiter ausgebaut werden soll", erklärte Ing. Mag. Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Dienstag. Es bleibe jedoch ein Wermutstropfen, dass in Zeiten steigender Stromimporte und einer klaffenden Kyoto-Lücke die Potenziale der klimaneutralen heimischen Wasserkraft nicht voll ausgeschöpft werden. "Bedauerlicherweise gilt dies sowohl für die bereits bestehenden Kraftwerke, für die deutliche Einbußen ihrer laufenden Produktion erwartet werden, als auch für den Bau neuer Kraftwerke, der nicht im vollen möglichen Ausmaß realisiert werden soll", so Koren.

Gleichzeitig anerkennt die Industrie die Notwendigkeit, die zugrundeliegende EU-Richtlinie umzusetzen und damit einen Ausgleich zwischen der Erhaltung ökologisch wertvoller Gewässerstrecken und dem Ausbau von Wasserkraftanlagen zu finden. Dieser Interessensausgleich ist aus Sicht der IV mit dem nun vorliegenden NGP bis auf weiteres einigermaßen gelungen. Bereits die nächsten Wasserkraftprojekte werden zu einem Lackmustest für die Qualität des Dokuments. "Wir gehen davon aus, dass ein guter Teil des Konfliktes, der bislang die Realisierung neuer Projekte verhindert hat, in den zurückliegenden Verhandlungen zum NGP aufgelöst werden konnte und erwarten uns dementsprechend nun die zügige Realisierung im außer Streit stehenden Rahmen. Entscheidend bei solchen Dokumenten ist jedoch immer die konkrete Umsetzung", betonte Koren.

Für die IV bleibt das Bekenntnis zur bestehenden Wasserkraftnutzung aber auch zu einem ökologisch verträglichen Ausbau der Wasserkraft eine tragende Säule der heimischen Energiepolitik. Auch vor dem Hintergrund der kürzlich vorgestellten "Energiestrategie Österreich" macht der NGP wieder deutlich, dass die Wasserkraft den eigentlichen Backbone der heimischen Stromversorgung darstellt. "Die Wasserkraft liegt alleine vom Potenzial her noch deutlich vor sämtlichen anderen erneuerbaren Energieformen - dieses Potenzial gilt es für Österreich im Interesse von Klima und Standort nutzbar zu machen", so der IV Vize-Generalsekretär.

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