WKÖ-Hochhauser: "Gewässerbewirtschaftungsplan schafft vernünftigen Ausgleich zwischen Standortinteressen und Naturschutz"

Frühzeitige Einbindung der relevanten Stakeholder als Basis für die kosteneffiziente Umsetzung - überlegter Umgang mit Ausbau der Wasserkraft notwendig

Wien (OTS/PWK257) - Der heute, Dienstag, von Umweltminister
Niki Berlakovich präsentierte Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) sei ein tragfähiger Rahmen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Österreich, stellt die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, fest:
"Dieser Plan zeigt auf, wie man die ökologischen Zielsetzungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie erreichen kann und dennoch der Wirtschaft ausreichenden Platz für ihre weitere Entwicklung lässt." So soll etwa bei der Planung der zukünftigen Versorgung mit Nutz- und Trinkwasser auch der Bedarf an Baurohstoffen ausgewogen berücksichtigt werden.

Ein besonderes Anliegen ist der WKÖ-Generalsekretärin auch ein überlegter Umgang mit der Wasserkraft. "Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stromversorgung und zur Erfüllung unserer Ziele in puncto erneuerbare Energien und Klimaschutz ist ein schonender Umgang mit den bestehenden Anlagen und ein weiterer Ausbau der Wasserkraft in den nächsten Jahren unbedingt notwendig". Sie weist dabei vor allem auf die kürzlich vorlegte Energiestrategie Österreich hin. Diese sieht neben einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz die zusätzliche Nutzung des Wasserkraftpotenzials im Ausmaß von 3,5 Terawattstunden ab 2015 vor. "Der NGP enthält ein praktikables Konzept, das eine rasche Erfüllung dieser energiepolitischen Ziele, den Schutz sensibler Gewässerabschnitte und ein stufenweises Vorgehen bei der Nachrüstung der Kraftwerke ermöglicht. Nun sind Energiewirtschaft, NGOs, Sozialpartner, Bund und Länder gefragt, dieses Konzept in der Praxis zum Leben zu erwecken", so Hochhauser.

In den kommenden Jahren liegt der Ball nun vor allem bei den Bundesländern, welche die Vorgaben des NGP mit konkreten regionalen Programmen in die Praxis umsetzen müssen. Der Plan listet dazu die bis Ende 2015 zu behandelnden Gewässer und die konkret zu erreichenden Qualitätsziele auf. "Entscheidend für die Erarbeitung der Durchführungsmaßnahmen ist der Rückgriff auf gute Kosten-Nutzen-Daten und die umfassende und frühzeitige Einbindung aller relevanten Stakeholder. Eine übertriebene Bürokratie muss jedenfalls vermieden werden", fordert Hochhauser. Soweit möglich sollten auch freiwillige Maßnahmen überlegt werden.

"Der Bund selbst soll weiterhin eine Plattform für den Austausch der Erkenntnisse aus der lokalen Umsetzung bereitstellen. Damit können die zur Umsetzung berufenen Verwaltungsstellen und Stakeholder voneinander lernen und somit den kosteneffizientesten Maßnahmenmix verwirklichen. Alle Erkenntnisse sind dann bei der Evaluierung des Plans in drei Jahren zu berücksichtigen", hält Hochhauser abschließend fest. (SR)

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Stephan Schwarzer/Mag. Günther Grassl
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
stephan.schwarzer@wko.at
guenther.grassl@wko.at
+43 590 900-4099

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002