FP-Eisenstein: Gesetzesbestimmungen über "Haltung von hundeführscheinpflichtigen Hunden" sind Pfuschaktion!

Wien (OTS/fpd) - Die Wiener SPÖ will das Wiener Tierhaltegesetz um Bestimmungen über die "Haltung von hundeführscheinpflichtigen Hunden" ergänzen. Leider sind diese neuen Bestimmungen unsachlich, unüberlegt und oberflächlich ausgefallen. Auch wenn darin das Wort "Kampfhunde" nicht verwendet wird, kommt es doch laufend in den Diskussionen um die neuen Bestimmungen vor. Die FPÖ-Wien stellt allerdings erneut fest: Es gibt keine sogenannten "Kampfhunde" als definierte Rassen. Auch die Erstellung einer Liste mit an sich gefährlichen Hunderassen ist wissenschaftlich weder haltbar noch nachvollziehbar, denn Aggression hat absolut nichts mit Rasse zu tun, so heute der Gemeinderat der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Herbert Eisenstein.

Nichts als Unklarheiten und Verwirrungen

Die neuen Bestimmungen sehen vor, dass die Behörde (gemeint ist die Bundespolizei) die Rasse eines Hundes nach dem äußeren Erscheinungsbild bestimmten kann. Dabei ist die Rassezugehörigkeit oft nicht einmal eindeutig nachweisbar, geschweige denn erkennbar. Verwechslungen von Hunderassen passieren jetzt schon laufend. In Zukunft können sie für einen Halter sehr unangenehm werden und Probleme bei der Exekution des Gesetzes hervorrufen.

Die neuen Bestimmungen sehen auch vor, dass bei Verhinderung eines Hundehalters jemand anderer den Hund führen kann, sofern er eine Zusatzkarte besitzt. Verhinderungen treten im Allgemeinen aber plötzlich auf. Wo soll der Vertreter dann rasch eine Zusatzkarte besorgen können?, fragt Eisenstein und hält weiters fest, dass auch die Vorgangsweise beim Halten mehrerer Hunde, bei wiederholter Anschaffung von Hunden, bei Weitergabe und Tausch von Tieren völlig ungelöst bleibt. Die Hundeführscheinprüfung muss zudem drei Monate ab Beginn der Haltung abgelegt werden. Auch hier bleibt eine große Unklarheit bestehen: Wer erkennt oder bestimmt, wann genau mit der Haltung eines Tieres begonnen wurde?

Dass in einem Zuge auch gleich noch die Schutzhundeausbildung verboten wird, ist ebenfalls so nicht nachvollziehbar. Denn tatsächlich weist nicht jeder Hund einer bestimmten Rasse auch von Haus aus eine Schutzfunktion auf. Es kommt immer sehr auf den Charakter des einzelnen Tieres an und nicht bloß auf die Rassenzugehörigkeit. Dieses Verbot schützt letzten Endes eventuelle Täter und schadet präsumtiven Opfern.

"SPÖ-Rassenliste" unsinnig

Probleme mit Hunden sind nicht an Rassen festzumachen. Zugegebenermaßen gibt es problematische Hunde. Aber nicht die "Kampfhunde" sind das eigentliche "Problem", sondern es sind unberechenbare, oft hysterische Hunde aller Rassen, die Probleme verursachen. Illegale Haltung und illegalen Handel mit den Tieren wird man mit diesem Gesetz jedenfalls nicht in den Griff bekommen.

Wir Freiheitliche befürworten eine Schulung der Hundehalter, aber wir sprechen uns nachdrücklich gegen eine verpflichtende Schulung aus, wenn diese von der Rasse des Tieres abhängt, so Eisenstein abschließend. (Schluss) hn

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