AKNÖ-Haneder: Mobile Internetkunden brauchen Schutzmechanismen

Kein Einzelfall: 3.000 Euro für Internetdienste via Handy

Wien (OTS/AKNÖ) - Für die Nutzung des Internet via Handy oder Datenstick gibt es Grenzen - allerdings nur im EU-Ausland. Nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens oder Kostenlimits wird die Nutzung gesperrt. Die AKNÖ fordert auch Schutzmechanismen für das Inland, "damit es nicht mehr zu derart gigantischen Rechnungen kommt, mit denen sich unsere Mitglieder immer wieder bei uns melden", erklärt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

Bis 1. Juli können KonsumentInnen die Grenze für ihre Datentransfers im EU-Ausland frei wählen und ihrem Mobilfunkanbieter bekannt geben. Dieser richtet einen Schutzmechanismus ein: Der Kunde erhält bei Nutzung von Datendiensten im EU-Ausland auf dem Laptop oder dem Handy eine Warnung, wenn 80 Prozent des Limits verbraucht sind. Ist das Kontingent verbraucht, erhält der Konsument eine Kosteninformation und der Roamingdatendienst wird gestoppt, wenn der Konsument nicht aktiv die weitere Erbringung des Dienstes wünscht. Für KonsumentInnen, die bis 1. Juli kein Limit vereinbaren, gelten ab diesem Zeitpunkt 60 Euro als Obergrenze. Diese Regelung betrifft nur das EU-Ausland.

Mobiles Internet kann im Heimatnetz teuer werden Derzeit gibt es keine Grenze für Datendienste, die im Inland genutzt werden. "Rund ein Drittel der Beschwerden puncto Telefonie und Internet betreffen aber die Verrechnung von Datendiensten, die via Handy oder Datenkarte im Inland genutzt wurden", sagt AKNÖ-Konsumentenberater Michael Dunkl. Wenn Datendienste nicht im Paket gekauft wurden oder ein erworbenes Paket überschritten wird, droht eine Kostenexplosion. Kürzlich wurden einem Niederösterreicher 3.000 Euro für Datendienste verrechnet, die er über sein Handy genutzt hat. Ein weiterer niederösterreichischer Konsument hat für seine Tochter ein Handy gekauft, dafür einen Vertrag für monatlich 5 Euro inkl. Sprachminuten und SMS abgeschlossen und mit ungefähr diesem Betrag pro Monat kalkuliert. Sein Netzbetreiber informierte den Mann, dass seine Handyrechnung 500 Euro ausmacht. Der Grund: Rund 87 Megabyte an Datendiensten, die laut Rechnung über das Handy seiner Tochter erbracht wurden.

AKNÖ fordert Schutzmaßnahmen auch für das Inland "Durch die EU-Verordnung wird das Risiko vor hohen Rechnungen zwar für Datendienste im EU-Ausland reduziert, doch nur den Wenigsten ist bewusst, welch hohe Kosten im Inland bei der Nutzung von Datendiensten entstehen können. Wir brauchen bessere Schutz- und Kontrollmöglichkeiten für mobile Internetkunden im Inland", sagt AKNÖ-Präsident Haneder. Konsumentenberater Dunkl empfiehlt den KonsumentInnen die Sperre von ungewollten Datendiensten bei ihrem Netzbetreiber. Wer kein Interesse an Internet & Co via Handy hat, sollte Datendienste beim Mobilfunkanbieter deaktivieren lassen. KonsumentInnen, die einen Internetzugang über das Mobilfunknetz nutzen, sollten unbedingt auf ihren Verbrauch achten und sich über mögliche Kosten vor einer Überschreitung informieren.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung, Michael Dunkl, Telefon 05 7171-1303

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