Hundstorfer: Zahl der Bildungskarenz-BezieherInnen deutlich gestiegen

Qualifikation erhöht Chancen am Arbeitsmarkt

Wien (OTS/BMASK) - Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer setzen verstärkt auf Qualifizierung. Die Zahl der BezieherInnen von Bildungskarenz ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Haben im Jahr 2009 nach den vorläufigen Zahlen im Schnitt bereits 4.972 Personen Bildungskarenz bezogen, so waren es im Februar 2010 nach den vorläufigen Zahlen schon 7.063. "Innovative Instrumente der Arbeitsmarktpolitik greifen. Es ist erfreulich, dass viele Arbeitgeber ihren MitarbeiterInnen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Chance zur Weiterbildung geben, anstatt sie zu kündigen. Jetzt ist die beste Zeit jene Qualifikationen zu erwerben, die nach der Krise nachgefragt sein werden. Die Bildungskarenz rechnet sich sowohl für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die ArbeitnehmerInnen steigern durch Weiterbildung und Wissenserwerb ihre beruflichen Chancen und die Unternehmer verschaffen sich mit top ausgebildeten MitarbeiterInnen einen klaren Startvorteil nach dem Ende der Krise", erläutert Sozialminister Rudolf Hundstorfer die positiven Effekte. ****

Mit der Bildungskarenz haben ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, sich im Rahmen ihres bestehenden Arbeitsverhältnisses karenzieren zu lassen, um sich weiterzubilden. Während der Bildungskarenz kann Weiterbildungsgeld bezogen werden. Die Höhe des Weiterbildungsgeldes entspricht dem Arbeitslosengeld. mindestens jedoch 14,53 Euro täglich, was der Höhe des Kinderbetreuungsgeldes entspricht. Die Bildungskarenz, auf die kein Rechtsanspruch besteht, muss zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden und bedarf der Zustimmung des Arbeitsgebers. Eine Bildungskarenz kann in der Dauer von zwei Monaten bis zu einem Jahr innerhalb von vier Jahren ab Antritt der Bildungskarenz vereinbart werden.

"Qualifikation erhöht zweifellos die Chancen am Arbeitsmarkt. Das macht ein Blick in die Arbeitslosenstatistik deutlich. 45,5 Prozent der arbeitslosen Personen im Jahr 2009 hatten nur einen Pflichtschulabschluss aufzuweisen. Sie hatten auch das größte Risiko arbeitslos zu werden. Daher ist es umso wichtiger auf Aus- und Weiterbildung zu setzen", so Sozialminister Hundstorfer abschließend. (Schluss)

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