FPÖ-Europaabgeordneter Obermayr: Kein EU-Geld für AKW Belene - Raus aus EURATOM!

Hohe Erdbebenrisiken und massive Proteste lokaler Politiker weiter ignoriert

Wien (OTS) - "Einen EURATOM-Kredit in der Höhe von 212,5 Millionen Euro hat Bulgarien bereits im Jahr 2000 für die Nachrüstung des AKW Kozloduj erhalten, nun wird ein weiteres Mal bei der EU angeklopft -mit Erfolg! Der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat dem bulgarischen Premier bereits finanzielle Unterstützungen für den Schrottreaktor Belene an der Donau im Grenzgebiet zu Rumänien zugesagt.", kritisiert FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr. "Und das, obwohl die lokale Bevölkerung massiv gegen das Projekt ist, und Bürgermeister auf beiden Seiten der Grenze, die zusammen über 100.000 Menschen vertreten, sich bereits gegen das Projekt ausgesprochen haben!"

1,2 Milliarden Euro habe Bulgarien schon in den Reaktor russischer Bauart investiert, nun würden nochmals bis zu 2 Milliarden für die Fertigstellung fehlen, Belene drohe so endgültig zu einem Fass ohne Boden und einer unendlichen Geschichte zu werden:
Denn bereits 1987 wurde mit dem Bau des AKWs begonnen, 1991 wurden die Bauarbeiten gestoppt, wegen Geldmangels und massiver Sicherheitsbedenken. 2004 holte die bulgarische Regierung die Pläne wieder aus den Schubladen und baut munter weiter, trotz fehlender Gelder und mitten im Erdbebengebiet. Immerhin starben 1977 in unmittelbarer Nähe des AKW bei einem Erdbeben mit der Stärke von 7,6 nach Richter über 200 Menschen. Zuletzt erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,3 im April 2009 die Region.

"Sowjetische Wissenschafter warnten schon 1984 vor dem seismisch problematischen Standort und die damalige bulgarische Regierung begründete den Baustopp in den 90er-Jahren mit den Worten ?technisch unsicher und ökonomisch undurchführbar?. Daher ist es absolut unverantwortlich, dass Energiekommissar Oettinger ernsthaft Unsummen an Steuergeldern in ein Projekt pumpen möchte, das Gesundheit und Leben von ganz Mittel- und Osteuropa gefährdet.", so Obermayr. Auf jeden Fall sei dies ein weiteres Argument für einen Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag.

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