Grüne zu Neuer Mittelschule: Modellregion Vorarlberg auch ohne große Bundesreformen möglich

Problem der frühen Selektion wird mit Neuer Mittelschule nicht gelöst

Wien (OTS) - "In der Bildungspolitik ist es wirklich 5 nach 12 und wenn die Schulentwicklung dem Vorarlberger Schullandesrat Stemer wirklich so wichtig ist, wie er vermittelt, dann hätte er schon bisher die Möglichkeit der Bildung einer Modellregion nützen können und nicht auf die großen Bundesreformen wie Änderung des Dienstrechts oder einer Gehaltsreform warten müssen. Eine Modellregion Vorarlberg ist auch ohne große Bundesreformen möglich", erklärt die Bildungssprecherin der Grünen Vorarlberg, Katharina Wiesflecker.

Die dafür notwendigen gesetzlichen Änderungen seien durchaus durchführbar, verweist Wiesflecker auf einen entsprechenden Initiativantrag im Parlament, den der Grünen-Bildungssprecher Harald Walser eingebracht hat.

"Die Neue Mittelschule stellt zwar eine Verbesserung der Hauptschule dar, aber die Gymnasien sind nach wie vor zu wenig einbezogen und auch das Problem der frühen Selektion der Kinder wird durch die Neue Mittelschule nicht gelöst", meint Wiesflecker.

Die Bildungssprecherin der Vorarlberger Grünen begrüßt Stemers Ankündigung, den Schuleingangsbereich neu zu gestalten: "Es ist erfreulich, dass Schullandesrat Stemer einige Grüne Forderungen aufgegriffen hat. Allerdings fehlen dem von ihm vorgeschlagenen Modell noch wichtige Bausteine". Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung und bietet enorme Chancen für Kinder. "Die Grünen fordern daher einen verpflichtenden Halbtagskindergarten für alle Kinder ab vier Jahren, damit sie entsprechende Sprachförderung und damit auch einen optimalen Start ins Schulleben erhalten", schließt Wiesflecker.

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