SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr unterstützt anscheinend fragwürdige Regionalförderung von krisengebeutelten Ölgebieten.

Wien (OTS) - "Falls den heutigen Forderungen von SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr in Bezug auf das Thema Biokraftstoffe nachgekommen werden würde, wäre laut Berechnungen ein weiterer Anstieg der Treibstoffpreise um rund 15% nicht zu vermeiden.", erklärt Ewald-Marco Münzer, Mitglied der Geschäftsführung der größten zentraleuropäischen Biodiesel-Anlage, der MÜNZER Bioindustrie GmbH und Vorstandsmitglied der ARGE flüssige Biokraftstoffe der WKO. "Aus diesem Grund lassen die heutigen Aussagen von Frau Bayr nur den Schluss zu, dass die gegenwärtig vorherrschende und äußerst fragwürdige Regionalförderung von erdölfördernden Nationen im Mittleren und Nahen Osten weiterhin auch von Österreich aus unterstützt werden sollte."

Wissenschaftlich bestätigte CO2-Einsparung

In Österreich ist der Verkehr mit den höchsten Emissionszuwächsen unangefochten Klimasünder Nummer Eins. "Daher gilt es - wie Zahlen des Instituts für Energieforschung des österreichischen JOANNEUM RESEARCH untermauern - Alternativen wie die Verwendung von Biodiesel, mit der eine wissenschaftlich bestätigte CO2-Einsparung von 55 % gegenüber fossilen Kraftstoffen erreicht wird, weiter zu forcieren. Wir sind mit der Klima- und Biokraftstoffstrategie in Österreich auf dem richtigen Weg", betont Münzer.

Neue EU-Richtlinie sichert positive Umweltbilanz

"Statt prinzipiell Biokraftstoffe undifferenziert und tendenziös zu kritisieren, ohne dabei sinnvolle und marktfähige Alternativen zu haben, sollten wir lieber versuchen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen", so Münzer. "Wir brauchen weltweit geltende Regeln, die eine positive Umweltbilanz sicherstellen und soziale Kriterien mitberücksichtigen", so Münzer weiter. Hier hat die EU die Lage erkannt, ihre Verantwortung übernommen und Nachhaltigkeitskriterien erarbeitet. Mittels der EU-Richtlinie der Erneuerbaren Energien, welche Mitte 2009 veröffentlicht wurde, soll durch diesbezügliche Kriterien eine nachhaltige Produktion und Nutzung von Biokraftstoffen in der EU sichergestellt werden. "Das Umwelt- und Wirtschaftsministerium ist mit der Umsetzung des Energiestrategie-Prozesses auf dem richtigen Weg um die Vorgaben der EU-Richtlinie nachhaltig, zeitgerecht und sinnvoll in Österreich umzusetzen.", so Münzer.

Österreichischer Biodiesel macht Sinn

"Die Produktion von Biodiesel in heimischen Produktionsstätten ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll, bringt nationale Wertschöpfung mit sich und bietet unserem Land weitere Versorgungssicherheit an Treibstoffen unabhängig von fossilen Energieträgern. Aufgrund ökologischer aber auch volkswirtschaftlicher Aspekte müssen Biokraftstoffe konsequenterweise weiterhin in der Energiestrategie der Republik Österreich berücksichtigt werden, da eine Abänderung der Biokraftstoffziele einen Rückschritt bei der
Erreichung der Österreichischen Klimaschutzziele bedeuten würde." so Münzer weiter.

Biodiesel spielt keine Rolle im Konflikt FOOD VERSUS FUEL

"Rohstoffe zur Erzeugung von Biodiesel, wie zum Beispiel pflanzliche Öle und Fette, stellen keinen Hauptbestandteil der menschlichen Ernährung dar, weshalb es sich bei diesen Rohstoffen um keine Grundnahrungsmittel handelt.", stellt Münzer klar. "Laut Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC) werden lediglich nur 7 % der globalen Pflanzenölproduktion für die Herstellung von Biodiesel verwendet. Ferner wird Biodiesel in Österreich weitestgehend auch aus Abfallstoffen wie Altspeiseölen hergestellt und trägt daher in keinster Weise zum Konflikt FOOD VERSUS FUEL bei.", so Münzer abschließend.

Die MÜNZER Bioindustrie GmbH besitzt und betreibt die größte Biodiesel-Produktionsanlage Zentraleuropas im Wiener Ölhafen Lobau und verfügt über eine Produktionskapazität von 140.000 to hochqualitativen Biodiesel pro Jahr.

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