Brosz zu ORF-Am Schauplatz: Rolle von VP-Klubobmann Kopf immer dubioser

Rechtsextremisten haben sich entgegen Aussagen Straches als FPÖ-Wähler geoutet

Wien (OTS) - "FPÖ-Chef Strache hat im Parlament die Unwahrheit gesagt. Entgegen seinen Behauptungen waren die beiden rechtsextremen Jugendlichen nicht Gegner der FPÖ, sondern haben sich in der Schauplatz-Dokumentation als Wähler Straches geoutet. Der Versuch Straches, das Auftreten rechtsextremer Personen im Umfeld der FPÖ als inszenierte Schauspielerei abzutun und damit von den verbalen Fehltritten der Präsidentschaftskandidatin Rosenkranz abzulenken, ist gründlich schief gegangen. Rechtsextremisten tauchen immer wieder bei FPÖ-Veranstaltungen auf, da braucht nichts inszeniert zu werden," so der ORF-Sprecher und geschäftsführende Parlamentarier der Grünen, Dieter Brosz.

"Bei den behaupteten Zahlungen und Versprechungen an die beiden Protagonisten der Dokumentation stehen die Aussagen der von Strache wiederholt als 'Nazi-Statisten' bezeichneten Rechtsextremisten im Widerspruch zu jenen der ORF-Redakteure. In den laufenden Verfahren wird der Wahrheitsgehalt zu überprüfen sein," so Brosz.

Immer dubioser wird in der Debatte die Rolle von ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf. Auch wenn er gestern mantraartig den Nebensatz 'wenn es wahr ist' anfügte, stellt sich Kopf voll hinter Strache und glaubt offensichtlich den Aussagen der Skinheads. "Kopf könnte ja einmal den Denkversuch wagen, dass die Aussagen der ORF-Redakteure wahr sein könnten. Dann müsste er nämlich zum Schluss kommen, dass Strache hier mit Unterstützung der Kronen-Zeitung eine Kampagne gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fährt, um die rechtsextremen Umtriebe im Umfeld der FPÖ zuzudecken und von der Rosenkranz-Debatte abzulenken. Es ist wahrscheinlich purer Zufall, dass Kopf aus taktischen Gründen mit einem weiß wählen bei der Bundespräsidentenwahl liebäugelt. Es macht den Anschein, als wolle Kopf der FPÖ-Kandidatin Rosenkranz bewusst zu einem besseren Wahlergebnis verhelfen. Er wird schon wissen, was er tut," so Brosz.

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