AK: Flexibilisierung ist kein geeignetes Mittel, um die Einkommensschere zu schließen

Linz (OTS) - Wenn es darum geht, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die totale Flexibilität schmackhaft zu machen, zeigt sich die Wirtschaft einfallsreich. Viele Argumente aber halten einer Überprüfung nicht stand. "Zum Schließen der Einkommensschere jedenfalls ist die Flexibilisierung der Arbeitswelt kein geeignetes Mittel", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Keine Frage: In der Krise ist Flexibilität gefragt. Kurzarbeit etwa hat sich als brauchbares Mittel erwiesen, um Auftragsrückgängen zu begegnen. Jede Woche leisten österreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber auch mehrere Millionen Überstunden. Flexibilität ist also für viele gelebte Realität. Und sie kann - Stichwort Gleitzeitmodelle - auch durchaus Vorteile für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen.

Sehr oft aber läuft die von der Wirtschaft geforderte Flexibilität auf die totale Verfügbarkeit der Beschäftigten und auf den Wegfall von Überstundenzuschlägen hinaus. Die "verordnete Flexibilität" geht zunehmend zu Lasten der Frauen und Familien. Kinder etwa brauchen einen geregelten Tagesablauf und Zuverlässigkeit. Viele Arbeitgeber/-innen schicken Beschäftigte aber einfach nach Hause, wenn gerade keine Arbeit anfällt. Die Minusstunden müssen die Frauen dann später wieder einarbeiten.

Die Arbeiterkammer weist in diesem Zusammenhang neuerlich darauf hin, dass solche Vereinbarungen nur im beiderseitigen Einverständnis getroffen werden können. Immer wichtig: genaue Arbeitszeitauf-zeichnungen, Anordnungen der Vorgesetzten dokumentieren.

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