ASFINAG: Gemeinsam gegen Sekundenschlaf

Kooperationsprojekt soll helfen, eine der Hauptursachen für tödliche Unfälle zu verringern

Wien (OTS) - Rund 16 Prozent der tödlichen Unfälle auf Österreichs Autobahnen- und Schnellstraßen sind auf Übermüdung zurückzuführen. Schätzungen und internationale Untersuchungen gehen sogar von rd. 30 Prozent aus. Studien belegen, wer nachts nur vier Stunden Schlaf bekommt, reagiert danach im Auto als habe er 0,5 Promille im Blut. Schläft man eine ganze Nacht nicht, entspricht das 0,8 Promille.

Kooperationsprojekt des ÖAMTC und der ASFINAG

Gemeinsam mit dem ÖATMC startet die ASFINAG nun ein Projekt, das helfen soll Unfälle aufgrund von Sekundenschlaf weiter zu verringern. Mag. Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH: "Mit den Erkenntnissen aus dieser Studie optimieren wir all jene Maßnahmen die wir als Autobahnbetreiber setzen um dem tödlichen Sekundenschlaf entgegen zu wirken. Letztendlich ist aber jeder Autofahrer selbst dafür verantwortlich nicht übermüdet ins Auto zu steigen und damit sich und andere Autofahrer zu gefährden!"
Diese Gemeinschaftsstudie beleuchtet die medizinisch/psychologischen Aspekte von Müdigkeit hinter dem Steuer. Abgeklärt wird damit die Wirkung von Müdigkeit auf den menschlichen Körper und Geist. Startschuss für das rund sechs Monate laufende Gemeinschaftsprojekt zwischen ASFINAG und ÖAMTC war die heutige Podiumsdiskussion "(K)einschlafen beim Fahren - die tödliche Gefahr". Dabei wurden neue Forschungserkenntnisse und Lösungsstrategien gegen den Sekundenschlaf am Steuer - vom Powernapping bis zu baulichen Maßnahmen - diskutiert. Zu Wort kamen dabei Schlafforscher und Neurologen von ÖGSM/Asra, Muw und ISWF sowie Psychologen und Fachleute des Themas Verkehrssicherheit der ASFINAG und des ÖAMTC.

ASFINAG Verkehrssicherheit 2020

Verkehrssicherheit hat in der ASFINAG oberste Priorität. Daher hat die ASFINAG zu Beginn des Jahres 2010 ein Programm präsentiert, dass alle Aktivitäten die der Verkehrssicherheit dienen kompakt zusammenfasst. Es wurde ein Handlungskatalog erarbeitet, der 130 Handlungsfelder beinhaltet, die in 13 thematische Bereiche unterteilt sind. Zwei dieser Bereiche sind auszugsweise die Errichtung von 1.000 zusätzlichen LKW-Stellplätzen und die laufende Prüfung und Optimierung der Sicherheitsstandards im bestehenden Netz. Dazu gehört die Prüfung der Wirkung von Rumpelstreifen, die das Risiko des Abkommens von der Fahrbahn - zum Beispiel im Falle des Sekundenschlafes - vermindern sollen. Alle Maßnahmen haben jedoch nur ein Ziel - die Anzahl der Todesopfer und Verletzten weiter signifikant zu senken.

Zurückschalten und Auftanken - das ASFINAG Rastplatzkonzept

Zur Bekämpfung des Sekundenschlafes hat sich die ASFINAG zum Ziel gesetzt, ihren Kunden entsprechende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Entlang des Österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes laden insgesamt 88 Raststationen, 23 neue ASFINAG Rastplätze und über 199 Parkplätze zu einer erholsamen Pause ein.

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Alexandra Vucsina-Valla
ASFINAG Autobahn Service Gesellschaft
Pressesprecherin für Wien, NÖ, Bgld
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