FVMI: Treibstoffpreise in Österreich weiter unter EU-Schnitt - trotz europaweit steigender Tendenz

Wien (OTS) - In Österreich liegen die Treibstoffpreise unter dem EU-Durchschnitt. Trotzdem wird regelmäßig vor Feiertagen eine Spritpreisdiskussion losgetreten. Dabei versuchen sich insbesondere die Autofahrerclubs mit wackeligen Preisvergleichen und inhaltsleeren Zahlenspielereien gegenseitig zu übertrumpfen. Fakt ist allerdings, dass die europäischen Produktenpreise für Benzin und Diesel seit Mitte Februar massiv gestiegen sind. Dass die Gründe für diese seit Wochen steigende Preisentwicklung vorauseilend bei den bevorstehenden Osterfeiertagen zu suchen sind, muss aber zurückgewiesen werden. Österreich kann jedoch im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten immer noch deutlich günstigere Treibstoffpreise vorweisen als beispielsweise Deutschland oder Italien. Wenn Autofahrer daher über Ostern mit dem PKW insbesondere Richtung Westen verreisen, sollte sie jedenfalls die Möglichkeit nutzen, im Inland vollzutanken.

Allen Verschwörungstheorien zum Trotz hat das Wirtschaftsministerium erst am Freitag, den 26. März wieder einmal festgestellt, dass Österreich bei den Spritpreisen unter dem EU-Durchschnitt liegt. Eurosuper ist im österreichweiten Durchschnitt an den Tankstellen um 12,6 Cent und Diesel um 4,2 Cent pro Liter günstiger als im EU-Durchschnitt. "Dass die Preise für Benzin und Diesel seit Jahren konstant unter dem EU-Durchschnitt liegen beweist, dass sich die heimischen Spritpreise stets im internationalen Gleichklang bewegen", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie.

Weltmarktanteil liegt bei 0,3 Prozent - harter Wettbewerb bei rückläufigem Verbrauch

Österreich ist von der internationalen Marktentwicklung nicht ausgenommen. In Sachen Mineralölverbrauch liegt der Anteil Österreichs am Weltmarkt bei 0,3 Prozent. EU-weit sind es gerade einmal 1,7 Prozent. Mit einem solchen geringen Anteil gibt es keine Möglichkeit, das Marktgefüge in Europa beeinflussen zu können oder sich von der internationalen Entwicklung am Produkten- und Währungsmarkt abzukoppeln. Hinzu kommt in Österreich ein harter Verdrängungswettbewerb unter den Tankstellenbetreibern bei gleichzeitig stagnierenden bis rückläufigen Verbrauchsentwicklungen. So bleibt den Unternehmen insgesamt nur wenig Gestaltungsmöglichkeit bei den Treibstoffpreisen.

Langer Winter erhöht Nachfrage nach Mineralölprodukten

Mitverantwortlich für die Preisentwicklung am europäischen und somit auch am österreichischen Treibstoffmarkt sind die Beschaffungspreise für Benzin und Diesel, die auf den internationalen Produktenmärkten seit Mitte Februar deutlich angestiegen sind, sowie der gegenüber dem US-Dollar schwächer werdende Euro. Die Gründe dafür liegen u.a. in der Nachfrage nach Mitteldestillaten (Diesel und Heizöl) aufgrund des langen Winters und in dem damit verbundenen Heizölbedarf sowie in der Erwartungshaltung, dass die Nachfrage bei Benzin aufgrund der Driving Season in den USA ansteigen wird. "Die Unternehmen müssen zu tagesaktuellen Preisen einkaufen und diese Preissteigerungen auch weitergegeben, um kostendeckend arbeiten zu können", so Capek abschließend.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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