Pirklhuber: EU-Gentech-Kartoffel Amflora vom Parlament einstimmig gestoppt

Grüne: 5-Parteien-Antrag im Parlament sichert gentechnikfreie Lebensmittelproduktion in Österreich

Wien (OTS) - "Der gestern im Parlament beschlossene Anbau-Stopp
für die Gentechnik-Kartoffel Amflora sichert die gentechnikfreie konventionelle und biologische Landwirtschaft in Österreich", freut sich der Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber über den Erfolg dieser Initiative der Grünen. "Jetzt hat Gesundheitsminister Stöger die nötige Rückendeckung, um umgehend die dazu fällige Verordnung in Kraft zu setzen. Dies ist umso wichtiger, als in den nächsten Wochen der Kartoffelanbau beginnt und es zu keiner Verunsicherung der österreichischen KonsumentInnen kommen darf", erklärt Pirklhuber.

Die europäische Kommission hat am 2. März 2010 den umstrittenen Gentechnik-Erdäpfel "Amflora" des deutschen Chemiekonzerns BASF genehmigt. Die Zulassung betrifft den Anbau von "Amflora" und Verwendung der Speisestärke als Futtermittel. Das Zulassungsverfahren für "Amflora" lief seit dem Jahr 1996. Die Kartoffel ist nicht vorrangig zum Verzehr bestimmt, sondern soll Stärke für die Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie liefern. "Die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" ist fahrlässig. Ausgerechnet der Gesundheits-Kommissar ignoriert die Warnungen der Weltgesundheits-Organisation (WHO) und erlaubt den Anbau und Verzehr einer Pflanze, die eine Resistenz gegen zentrale Antibiotika im Kampf gegen die Tuberkulose enthält. Damit stellt der europäische Gesundheitskommissar die Interessen eines Unternehmens an einer Kartoffel für die industrielle Verwertung höher als das Menschenrecht auf Gesundheit. Der Anbau ist auch überflüssig, da es schon konventionelle Sorten mit der gleichen Eigenschaft gibt", so Pirklhuber.

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