Berlakovich zum Grünen Bericht 2009: Landwirtschaft ist einziger Sektor mit dermaßen breiter und transparenter Einkommensdarstellung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der Grüne Bericht 2009 liefert einen breiten und umfassenden Überblick über die Einkommenssituation der österreichischen Landwirtschaft. Kein anderer Sektor in Österreich wird so transparent und offen dargestellt. Der Bericht ist aber auch ein Zeugnis für die konsequente und erfolgreiche Agrarpolitik. Wir haben nach wie vor eine kleinstrukturierte Landwirtschaft und im EU-Vergleich vor allem eine der jüngsten in Europa. Das sagte heute, Donnerstag, Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich in der Debatte des Nationalrats zum Grünen Bericht 2009. ****

"Der Rückgang der Einkommen in der Landwirtschaft um fast 20 Prozent im vergangenen Jahr ist unerfreulich. Demgegenüber stehen aber massive Einkommenszuwächse von 15 und 16 Prozent in den Jahren zuvor. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie sehr die Landwirtschaft der Marktsituation und dem Weltmarkt ausgeliefert ist. Trotzdem ist es mit konsequenter Agrarpolitik in Österreich und auf EU-Ebene gelungen, zum Wohle der Bauern die Situation in unserem Land zu erleichtern", so der Minister, der auf die Milchkrise im vergangenen Jahr verweist. "Die Milchkrise hat gezeigt, dass wir rasch und richtig gehandelt haben. Wir haben uns von Anfang an für die Milchwirtschaft eingesetzt und das Angebot und die Nachfrage am Milchmarkt ins Gleichgewicht gebracht. 33 Cent in Österreich und nur 29 Cent in Deutschland für einen Liter Milch ist das Ergebnis agrarpolitischer Handlungen."

Zudem sei es in den letzten Jahren möglich gewesen, den Strukturwandel in der Landwirtschaft einzubremsen. "Strukturwandel ist in der Landwirtschaft immer gegenwärtig. Es ist aber gelungen, das Tempo zu reduzieren. Vor dem EU-Beitritt Österreichs lag die Quote der Betriebsschließungen bei fünf bis sechs Prozent. Heute liegt sie nur noch zwischen zwei und drei Prozent. Auch das ist ein Zeichen vernünftiger Agrarpolitik in Österreich", so Berlakovich, der auch in Zukunft die Aktion "Bäuerinnen" fortsetzen und die Rolle der Frau in landwirtschaftlichen Betrieben hervorheben will. "41 Prozent der bäuerlichen Betriebe werden von Frauen geführt. Ich stehe zu dieser Initiative und werde sie auch in Zukunft fortsetzen."

Berlakovich forderte die Opposition auf, in der Diskussion um Lebensmittelkennzeichnungen mit Skandalisierungsversuchen aufzuhören. "Mit dem AMA-Gütesiegel haben wir eine erfolgreiche und bewährte Lebensmittelkennzeichnung, die 100 Prozent österreichische Qualität garantiert. Im Fall Prolactal ist dies eine Frage der Lebensmittelaufsicht bzw. der Lebensmittelkontrolle. Hier gibt es aber null Toleranz", findet der Landwirtschaftsminister klare Worte.

Betreffend der Zukunftsaussichten meint der Landwirtschaftsminister, dass es vor allem auf EU-Ebene nach 2013 zu keinen Kürzungen im EU-Budget kommen dürfe. "Wir haben klare Antworten auf die Herausforderungen der Milchwirtschaft und der Agrarpolitik. Neue Aspekte wie Klimawandel und Lebensmittelsicherheit müssen berücksichtigt werden. Wir werden weiterhin am Selbstbestimmungsrecht im Bereich der Gentechnik festhalten und uns in Europa für eine genfreie Landwirtschaft einsetzen", schloss Berlakovich.
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