Bayr: Guter Tag für die afrikanischen Elefanten

EU glänzte durch Stimmenthaltung bei CITES

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, freut sich wie alle Tierschutzorganisationen sowie AnhängerInnen der Erhaltung der globalen Biodiversität über den Abstimmungsausgang bei der Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES in Doha. "Dass die Anträge von Tansania und Sambia nicht durchgingen und damit der Elefantenschutz weiter vertraglich gesichert ist, ist sehr erfreulich", so Bayr, "es ist allerdings mehr als bedauerlich und nicht eben rühmlich, dass dies mit Stimmenthaltung der EU erfolgte!" ****

Im Vorfeld der Entscheidung über den Elefantenschutz wurde dem Vernehmen nach innerhalb der EU-Delegation besonders von Seiten des österreichischen Vertreters, einem Beamten aus dem Umweltministerium, der Antrag von Tansania und Sambia unterstützt, der den Elfenbeinhandel begünstigt hätte. "Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre war klar, dass damit die Wilderei wieder enorm angestiegen wäre", erläutert Bayr, "es wäre mehr als wünschenswert, wenn sich Österreich künftig durch eine Position für und nicht gegen den Artenschutz international bekannt macht!"

"Angesichts der berechtigten Sorge vieler Umweltorganisationen, dass sich die CITES-Konferenz zu einer rein ökonomisch orientierten Vereinigung gewandelt hat, die den Blauflossenthunfisch lieber im Sushi als im Meer sieht, ist zu hinterfragen, ob dies das richtige Gremium zur Erhaltung der Biodiversität ist", fordert Bayr mit Bezug auf das Jahr 2010 als Internationales Jahr der Biodiversität. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014