Gratis-Kindergarten außer Streit stellen!

Frais: "Bildungseinsparung wäre die völlig falsche Reaktion auf die Krise!"

Linz (OTS) - Die jüngsten Aussagen von Gemeindebund-Präsident Mödlhammer weist SP-Klubobmann Dr. Karl Frais entschieden zurück:
"Wer jetzt wie Mödlhammer den Gratis-Kindergarten in Frage stellt, der hat die Bedeutung dieser Maßnahme nicht verstanden. Kinderbetreuungseinrichtungen sind die erste Stufe der öffentlichen Bildungseinrichtungen. Dort und durch die Erziehung in den Familien werden die Grundsteine für die Bildungs-, Sprach- und Fähigkeitenentwicklung der Kinder gelegt. Wir haben als Sozialdemokraten viele Jahre für den Gratiskindergarten gekämpft und wir lassen nicht zu, dass durch das Diktat der knappen Kassen dieser bildungspolitische Meilenstein wieder zerschlagen wird. Das notwendige Geld dafür muss bei den Verursachern der großen Wirtschafts- und Finanzkrise geholt werden - wenn sich Mödlhammer dafür einsetzt, dann kann er mit der Unterstützung der SPÖ rechnen!"

Frais ist überzeugt, dass der Gratis-Kindergarten nicht nur verteidigt, sondern sogar ausgebaut werden muss: "Fakt ist, dass wir verstärkt in Richtung Ganztagsangebote gehen müssen. Die Lebenssituation der Menschen in unserem Land erfordert immer mehr Ganztagsbetreuungsplätze und wir sind es den Zukunftschancen unserer Kinder schuldig, dass wir ihnen diesen Zugang zur Bildungseinrichtung Kindergarten ermöglichen. Jetzt aber in die Gegenrichtung zu gehen und sich vom Gratiskindergarten zu verabschieden, wäre der völlig falsche Weg und würde sich mittel- bis langfristig auch für die Gemeinden sehr negativ auswirken."

Es war schon zu Zeiten von Schwarz-Blau üblich, Bildungs- und Sozialabbau mit knappen finanziellen Ressourcen zu begründen. "Wenn bei Bildung und Soziales gespart wird, dann kommt das auf lange Sicht teuer - nämlich durch mehr Bildungsverlierer und verringerte Chancen am Arbeitsmarkt. Deshalb dürfen die Kosten der Krise nicht bei Familien oder Bildung eingespart werden, sondern müssen bei den Verursachen lukriert werden - im Finanz-, Banken- und Spekulantensektor, wo die Milliardenboni für Manager und Vorstände schon wieder ungehemmt fließen", fordert der SP-Klubchef.

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