BZÖ-Huber: Schluss mit der Saldierung in der Landwirtschaft

Wien (OTS) - Kritik an der Saldierung übte BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber in seiner Rede zum Grünen Bericht. "Das führt zu einem Überangebot an Milch! Daher: Weg mit der Saldierung, Landwirte sollen wieder von ihren Einnahmen leben können!", so Huber. Er kritisierte die ÖVP-Politik, die dazu geführt habe, dass österreichische Bauern am internationalen Markt benachteiligt seien. Die sichtbare Folge:
Gab es im Jahr 1960 noch rund 400.000 landwirtschaftliche Betriebe, waren es im vergangenen Jahr nur noch rund 186.000.

Das Einkommen bäuerlicher Betriebe sei 2009 um 20 Prozent gesunken; "Die Folge: Bauern können Kredite nicht mehr zahlen, die Schuldenspirale dreht sich weiter", warnte Huber. Deshalb hätten allein im vergangenen Jahr rund 2.600 Betriebe zugesperrt. Trist ist auch die Situation der Bauern im Ruhestand: Im Schnitt nur 732 Euro erhält ein Landwirt.

Derzeit fällt jeder Betrieb, der schließt, in die Saldierung und es komme zu einem Milch-Überangebot, das auch die Preise drückt. Das von Huber geforderte Ende der Saldierung brächte hingegen einen höheren Preis, "von dem die Landwirte leben können, statt Bittsteller zu sein - als Leibeigener von Raiffeisen!"

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0006