Gaßner: Verzicht auf Neubewertung des Einheitswerts nicht mit SPÖ abgesprochen

Grüner Bericht dokumentiert Bauernsterben

Wien (OTS/SK) - Der Verzicht auf die Neubewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens wurde mit der SPÖ nicht abgesprochen, sagte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner am Donnerstag im Nationalrat. Er erklärte, dass die Einheitswerte zuletzt 1988 berechnet wurden. "Die Arbeitnehmer würden sich freuen, wenn sie Steuern auf Basis des Einkommens von 1988 zahlen müssten", sagte Gaßner. Er betonte, dass der Einheitswert nicht nur die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer, sondern auch für Versicherungszahlungen und Beihilfen ist. "Ich glaube, hier gehört mehr Gerechtigkeit", unterstrich Gaßner. ****

Zum Grünen Bericht sagte der Landwirtschaftssprecher: "Das 50-jährige Bestehen ist kein Anlass zu feiern." So habe es 1960 in Österreich noch 400.000 Bauern gegeben, heuer seien es nur mehr 187.000. "Ich denke mir, dass man einiges anders machen könnte, um das Bauernsterben zu stoppen." Österreich brauche die kleinen und mittleren Landwirtschaften, um im ländlichen Raum die Arbeitsplätze zu sichern, betonte Gaßner. Er sagte weiters, dass die Agrar-Förderungen anders zu gestalten seien. "Die Arbeitszeit soll miteinbezogen werden, um kleinen und mittleren Betrieben eine Chance zu geben", forderte der SPÖ-Landwirtschaftssprecher. (Schluss) rb

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