Sacher an Justizministerin: Wertvolle Arbeit der Sachwalterschaft absichern!

Bandion-Ortner spricht statt von mehr Geld von mehr Ehrenamt - In Niederösterreich bereits heute doppelt so viele Ehrenamtliche wie Angestellte als Sachwalter tätig

Wien (OTS/SK) - In der heutigen Fragestunde des Nationalrates befragte SPÖ-Abgeordneter Ewald Sacher, 2. Vizepräsident des Niederösterreichischen Landesvereines für Sachwalterschaft, Justizministerin Bandion-Ortner, wie es mit der künftigen Finanzierung der immer größer werdenden Aufgaben der Sachwalterschaft stehe. Hintergrund für die Frage an die Justizministerin ist die stetig steigende Anzahl der Anfragen um Übernahme von Sachwalterschaften. "In Niederösterreich werden derzeit 1.500 Personen betreut, von 85 Angestellten und rund 150 ehrenamtlichen Sachwaltern. Mit der Verdoppelung von 287 auf 572 Fällen in Sachen Übernahme von Sachwalterschaften steigt auch der Finanzierungsbedarf", erklärte Sacher am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Sacher wollte nun von der Justizministerin wissen, ob angesichts der Budgetsituation die Finanzierung in der bisherigen Höhe garantiert, beziehungsweise die notwendige Ausweitung der Anforderungen durch das Justizministerium finanziell abgedeckt werden könne.

"Bei allem Verständnis und Respekt war die Antwort leider ziemlich unbefriedigend. Die Justizministerin konnte in keiner Weise eine verlässliche Angabe dazu machen. Sie berief sich vielmehr darauf, keine Hellseherin zu sein", so Sacher, der sich darüber irritiert zeigte. "Statt von mehr Geld spricht die Justizministerin von mehr Ehrenamt. Das ist ziemlich realitätsfern. Denn ist es jetzt schon so, dass doppelt so viele Ehrenamtliche wie Angestellte als Sachwalter in Niederösterreich tätig sind", so Sacher, der gleichzeitig seinen Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen Justiz und Sachwalterschaft, die seit über 25 Jahren funktioniere, aussprach. (Schluss) bj/mp

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