Schatz: Zersplitterung von Vollzeitarbeitsplätzen höchst bedenklich

Mit dem Einkommen aus Teilzeitarbeit kann man nicht leben

Wien (OTS) - Bei einem aktuellen Mindestlohn von 1.000,- Euro bekommt eine 20h-Teilzeit-Beschäftigte gerade einmal 500,- Euro. Der Anstieg bei den Teilzeitbeschäftigungen bei gleichzeitigem Schwund von Vollzeitarbeit führt dazu, dass immer mehr Menschen vom Einkommen ihrer Arbeit nicht leben können. "So darf das nicht weiter gehen, denn das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung", kommentiert Birgit Schatz, ArbeitnehemrInnensprecherin der GRÜNEN die heute verlautbarten Zahlen.

"Viele Frauen würden gerne länger arbeiten, bekommen aber keine Stundenaufstockungen. Solange mehrere Teilzeitbeschäftigungen mit den entsprechend geringen Mehrstundenzuschlägen billiger sind als Vollzeitarbeit, wird sich daran nicht viel ändern. Wir brauchen also dringend eine Anhebung des Mehrstundenzuschlages, mindestens auf das Niveau von Überstundenzuschlägen", so Schatz.

Prinzipiell fordert Schatz eine Umverteilung bezahlter Arbeitszeit. "Tausende Menschen in Österreich arbeiten länger als ihnen lieb ist. Sie machen regelmäßig Überstunden. Auf der anderen Seite fehlt Arbeitszeit, um mit dem Lohn dafür auf ein akzeptables Einkommensniveau zu kommen. Es braucht dringend Maßnahmen, um die in Österreich geleisteten Überstunden zu reduzieren," so Schatz weiter. Arbeitsminister Hundstorfer habe bereits im Sommer 2009 umlenkende Maßnahmen dazu versprochen, bis dato aber keine konkreten Vorschläge vorgelegt. "Es wird Zeit, dass der Herr Minister sein Versprechen in puncto Kampf gegen Überstunden hält. Die einen hecheln durch die Woche, die anderen wollen mehr arbeiten, können aber nicht. Wenn die Unternehmen nicht bereit sind, selbst eine gerechtere Verteilung herzustellen, dann muss die Politik eingreifen. Und das schleunigst."

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