Wurm: "Hobbyvereine" wurden jahrelang von ÖVP-PolitikerInnen gefördert

Mangelhaftes Demokratieverständnis von LR Zoller-Frischauf

Wien (OTS/SK) - "Die Tiroler Fraueneinrichtungen, die von Landesrätin Zoller-Frischauf verächtlich als 'Hobbyvereine' bezeichnet werden, wurden jahrelang ihren Vorgängern, den ÖVP-PolitikerInnen Helmut Mader und Elisabeth Zanon, gefördert und unterstützt", stellte SPÖ-Frauensprecherin und Vorsitzende der Tiroler SPÖ-Frauen, Gisela Wurm, fest. So habe etwa Ex-ÖVP-Landesrat und langjähriger Landtagspräsidenten, Helmut Mader, dem vor wenigen Tagen die höchste Ehrung des Landes Tirol zuteil wurde, und auf dessen Initiative das JUFF (Frauenreferat des Landes Tirol) gegründet wurde, auch das FrauenLesbenZentrum unterstützt. "Diese Einrichtung wurde schon vor 26 Jahren gegründet und jetzt wird ihr die Förderung von LR Zoller-Frischauf verwehrt", so Wurm, die Zoller-Frischauf mangelndes Demokratieverständnis attestiert. ****

"Toleranz und Meinungsvielfalt sind Teil unserer politischen Kultur und eine Bereicherung unserer Gesellschaft, das haben ihre VorgängerInnen bewiesen und erkannt, das erwarten wir uns auch von LR Zoller-Frischauf", so Wurm. Der jahre- und jahrzehntelange Einsatz der Fraueneinrichtungen (FrauenLesbenZentrum: 26 Jahre; ArchFem: 17 Jahre; kinovi[sie]on: 5 Jahre) für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung jenseits eines traditionellen Frauenbildes muss in Tirol auch weiterhin einen Platz haben. Selbst unter einem früheren Landeshauptmann Wallnöfer gab es für die HOSI Tirol den Preis für die mutigste Initiative, so Wurm.

Als "demokratiepolitisch sehr bedenklich", bezeichnete Wurm die Verweigerung von Zoller-Frischauf ihre Förderprinzipien und die Vergabe öffentlicher Gelder zu veröffentlichen, mit dem Argument des Datenschutzes. "Sie arbeitet hier mit Steuergeldern und die Steuerzahlerinnen haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie die Gelder verwendet werden", so Wurm abschließend. (Schluss) up/mp

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