BZÖ-Dolinschek zu Hundstorfer: Kein Wort für die Behinderten übrig

Wien (OTS) - Man sollte die Arbeitsmarktlage nicht auf die leichte Schulter nehmen, appellierte BZÖ-Behinderten- und Arbeitnehmersprecher Abg. Sigisbert Dolinschek an Minister Hundstorfer im Zuge der heutigen Debatte im Nationaltat. Hundstorfers Hinweis, dass die Arbeitslosigkeit im Frühjahr gesunken sei konterte Dolinschek: "Es wäre traurig, wenn gerade im März, wo die Baubranche wieder anspringt, die Arbeitslosigkeit gleich hoch wie im Jänner wäre." Kritik gab es auch, weil Hundstorfer kein einziges Wort für die Behinderten, für die Pflegevorsorge übrig gehabt habe.

Dolinschek weiter: "Jeder Arbeitslose ist einer zuviel. Wir sollten alles daran setzen, in Österreich zu einer Vollbeschäftigung zu kommen." Wichtig sei, "dass die Jugendlichen eine Beschäftigung haben und einen Vollzeitjob bekommen." Dolinschek verwies darauf, dass von den 3,3 Mio. Beschäftigten in Österreich ein erheblicher Teil teilzeitbeschäftigt ist.

Die Regierung und die Gewerkschaft seien beim Mindestlohn nach wie vor säumig. Wichtig ist für Dolinschek, dass es künftig eine deutliche Differenz zwischen den Arbeitsloseneinkommen und einem Mindestlohn gibt. "Wir brauchen eine Differenz von mindestens 30 Prozent zwischen dem Arbeitsloseneinkommen, der so genannten Mindestsicherung und dem Mindestlohn. Der Mindestlohn mit 1.000 Euro ist einfach zu wenig und muss angehoben werden", forderte Dolinschek.

"Leistung muss sich lohnen. Man muss aber auch darauf schauen, dass die soziale Balance gewährleistet ist", mahnte Dolinschek. Und erinnerte: "Wir haben auch eine Verantwortung jenen gegenüber, die es im Leben nicht so leicht haben!" Diese soziale Schieflage muss beseitigt werden.

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