Ridi Steibl: Müssen Arbeitsplätze schaffen und nicht Arbeitslosigkeit verwalten

Voves-Vorstoß zur Abschaffung des Gratiskindergartens unverständlich

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Moderne und nachhaltige Sozialpolitik hat Antworten zu geben auf die aktuellen Erfordernisse in der Lebensplanung der Menschen - insbesondere auch im Bereich Frauenarbeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Frauen leisten in Österreich zwei Drittel der unbezahlten Haus-, Betreuungs- und Versorgungsarbeit; und sehr viele erledigen das zusätzlich zur bezahlten Erwerbsarbeit - eine Woche mit über 60 Stunden ist da keine Seltenheit! Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl bei der Debatte zur Erklärung des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. ****

Eine wichtige Möglichkeit sei es auch, für eine gewisse Zeit einer Teilzeitarbeit nachzugehen. Die Förderung und Unterstützung von qualifizierter Teilzeitarbeit sei dabei ein besonders bedeutsamer Punkt, so Steibl. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehe es aber auch um Verlässlichkeit in Bezug auf die Kinderbetreuung. Unverständlich ist es Steibl daher, dass der steirische Landeshauptmann Voves jetzt andenkt, den Gratiskindergarten in der Steiermark wieder abzuschaffen bzw. zurückzuschrauben - und das 2011, wenn die Wahl vorbei ist!

Die Familiensprecherin ging in ihrer Rede auch auf die Mindestsicherung ein. Selbstverständlich sei es ein großes Anliegen, den sozial Schwachen zu helfen. Genauso wichtig sei es aber auch, dass die Mindestsicherung nicht die vielzitierte "soziale Hängematte" werde. Deshalb sei eine gute Vernetzung von AMS und Sozialhilfebehörden nötig, um Missbrauch zu vermeiden. "Das ist auch ein wichtiges Signal für jene, die oft für wenig Geld die ganze Woche arbeiten. Menschen, die gut verdienen, zeigt man zudem dadurch, dass der Staat mit ihren Steuergeldern gewissenhaft umgeht."

Oberste Priorität sei, die Menschen in Beschäftigung zu halten. Als positives Modell im Jugendbereich verwies die Abgeordnete auf das Beschäftigungsprogramm "Green Jobs" in der Steiermark, eine Initiative von Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer. Bis Ende 2010 werden Lehrplätze, die von Energie- und Umwelttechnikbetrieben geschaffen werden, mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert. 600 neue Lehrplätze sollen so geschaffen werden.

Die Familiensprecherin wies zudem auf das Gründerinnenzentrum Steiermark und den Business Incubator Graz hin- zwei Start up-Zentren für GründerInnen und JungunternehmerInnen. "Wir müssen Arbeitsplätze schaffen und nicht Arbeitslosigkeit verwalten", schloss Steibl. (Schluss)

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