Musiol fordert Abschaffung der 16-Stunden-Regel beim Arbeitslosengeld für Eltern

Regierung darf nicht weiter zusehen, wie Eltern in die Armutsfalle getrieben werden

Wien (OTS) - "Die 16-Stunden-Regel beim Arbeitslosengeld für Elternteile muss abgeschafft werden", fordert die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol.
Der eklatante Mangel an Kinderbetreuungsplätzen - vor allem für die unter 3-jährigen - führt dazu, dass arbeitslose Eltern die arbeiten gehen wollen keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder bekommen und somit ein etwaiges Jobangebot gar nicht annehmen können. "Das ist ein Dilemma, denn derzeit muss man dem Arbeitsmarkt zumindest 16 Wochenstunden zur Verfügung stehen, damit man Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Wenn das Kind 10 Jahre alt wird, müssen es mindestens 20 Stunden sein. Das heißt, man müsste zumindest einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen können, um vom AMS Geld zu erhalten. Gleichzeitig muss aber die Betreuung für das Kind gewährleistet werden. "Bei einem Mangel von 79.000 Kinderbetreuungsplätzen in Österreich stehen die Eltern vor einem unlösbaren Problem", erklärt Musiol und berichtet, dass sich immer mehr betroffene Eltern melden, die im derzeit vorherrschenden Teufelskreis 'Ohne Arbeit keine Kinderbetreuung, ohne Kinderbetreuung keine Arbeit' gefangen sind. "Die Regierung muss endlich handeln und darf nicht weiter zusehen, wie Eltern in die Armutsfalle getrieben werden", so Musiol.

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