ÖVP Wien fordert komplette Neuorganisation der Stadtentwicklung

Interdisziplinär besetztes "Expertenteam für Wien" soll konkrete Planungsvorschläge machen - Weisungsfreier Landes-Rechnungshof zur Kostenkontrolle

Wien (OTS) - Eine komplette Neuorganisation der Stadtentwicklung
in Wien forderte heute die neue Landesparteiobfrau der ÖVP Wien, Christine Marek: "Die Stadtentwicklung wird derzeit durch den Magistrat, nämlich die MAs 18 und 21 betrieben. Um es anders auszudrücken: Die Stadtplaner braten im eigenen Saft. Wir wollen daher ein 'Expertenteam für Wien' installieren, das sich um die dringend notwendige Verbesserung der Stadtentwicklung kümmern soll."

Dieses Team soll nach den Vorstellungen der ÖVP aus nationalen und internationalen Experten bestehen, die regelmäßig zusammentreffen, ihre Erfahrungen und ihr Knowhow einbringen, Empfehlungen abgeben und vor allem den Fortschritt der einzelnen Projekte genau unter die Lupe nehmen. "Der bestehende Architekturbeirat ist für diese Aufgabe offenbar nicht die richtige Einrichtung, sonst sähe Wiens Stadtplanung anders und besser aus", so Marek. "Das neue Gremium soll interdisziplinär besetzt sein. Es sollten ihm nicht nur Stadtplaner angehören, sondern auch Psychologen, Soziologen, Verkehrswissenschafter, Pädagogen und Architekten."

Mit dem "Expertenteam für Wien" soll sichergestellt werden, dass Wien gesamthaft weiter entwickelt und dabei eine große Vision verwirklicht werden kann. Es soll aber auch den sich immer schneller ändernden Herausforderungen an den Städtebau Rechnung tragen: "Die Dynamik in der Stadtentwicklung erfasst alle Lebensbereiche und Funktionen der Stadt. Nur leider hält die SPÖ mit diesem Tempo und dieser Dynamik schon lange nicht mehr mit", erinnerte Marek an stadtplanerische Debakel wie den Prater Vorplatz, den Donaukanal oder die dramatischen Unfälle durch Fallwinde bei den Hochhäusern auf der Donauplatte.

Als begleitende Maßnahme forderte Marek einmal mehr einen eigenen, weisungsfreien Landes-Rechnungshof: "Gerade bei der Stadtplanung und Entwicklung geht es auch um Kostenkontrolle - siehe Krankenhaus Nord, das zum zweiten Fall AKH zu werden droht. Die ÖVP Wien will sicherstellen, dass Budgets eingehalten werden und das Geld der Bürgerinnen und Bürger nicht verschwendet wird. Es muss endlich Schluss sein mit der Misswirtschaft, es muss endlich Schluss sein mit dem Flickwerk in der Stadtentwicklung. Wien braucht einen Gesamtentwicklungsplan bis 2020 mit konkret definierten, realistischen Teilzielen", so Marek abschließend.

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