Beatrix Karl: Österreich leistet wichtigen Beitrag zur Mobilität von Studierenden und Lehrenden in Mittel- und Südosteuropa

CEEPUS-Konferenz in Montenegro - Moldau neues Mitglied - Unterzeichnung von CEEPUS III - Auszeichnung für Universität Wien

Wien (OTS) - "Österreich leistet im Rahmen des Mobilitätsprogramms CEEPUS einen wichtigen Beitrag zur verstärkten Mobilität von Studierenden und Lehrenden in Mittel- und Südosteuropa", betont Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl. Sie nimmt heute an der 16. CEEPUS-Minister/innenkonferenz in Budva, Montenegro, teil. Montenegro hat heuer den CEEPUS-Vorsitz inne.

CEEPUS (Central European Exchange Program for University Studies) ist ein Austausch- und Stipendienprogramm für Studierende und Lehrende in Mittel- und Südosteuropa, das 1995 auf Initiative des damaligen Wissenschaftsministers Erhard Busek gestartet wurde und sich seither erfolgreich entwickelt hat. Ziel ist die verstärkte Mobilität sowie die Entwicklung gemeinsamer Studienabschlüsse.

Seit der Gründung 1995 hat sich die Zahl der CEEPUS-Mitgliedsländer kontinuierlich erhöht. Zu den sechs Gründungsmitgliedern zählten neben Österreich Bulgarien, Polen, die Slowakei, Slowenien sowie Ungarn. Im Rahmen der diesjährigen Konferenz wird Moldau als neues Mitglied aufgenommen. "Damit ist auch der gesamte südosteuropäische Raum abgebildet und das Netzwerk umfasst mittlerweile 15 Länder", so die Ministerin. Wichtig ist aus ihrer Sicht vor allem auch, dass im Rahmen von CEEPUS auch jenen Ländern eine europäische Dimension eröffnet wird, die derzeit nicht an ERASMUS teilnehmen können.

Auf Basis des bisherigen Erfolgs wird bei der heutigen Konferenz der Vertrag zu CEEPUS III unterzeichnet. CEEPUS III ist eine Weiterentwicklung zum 2003 unterzeichneten CEEPUS II-Vertrag, Österreich war bei der Entwicklung des neuen Vertrages federführend beteiligt. Im Vergleich zu CEEPUS II ist der neue Vertrag als Rahmenvertrag gestaltet und bringt somit ein Mehr an Flexibilität. Der neue Vertrag soll zusätzlich zu bereits bestehenden Aktivitäten eine stärkere Verknüpfung der Bereiche Wissenschaft und Forschung bringen, insbesondere im Bereich der Doktoratsstudien. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre.

"Das Interesse am Austausch mit den Ländern in Mittel- und Südosteuropa konnte durch CEEPUS spürbar gesteigert werden, das Programm leistet somit eine wichtige Brückenfunktion zwischen diesen Ländern", so die Ministerin. In den vergangenen fünf Jahren kamen 1.762 Studierende und Lehrende im Rahmen von CEEPUS nach Österreich. Im Studienjahr 2009/2010 kamen bisher 416 Studierende und Lehrende an heimische Universitäten und Fachhochschulen, die meisten aus Ungarn (87), Rumänien (52) und Polen (61).

Zwischen 2005 und 2010 haben sich 691 österreichische Studierende und Lehrende für einen Aufenthalt an einer Universität in einem der CEEPUS-Mitgliedsländer entschieden, am beliebtesten waren in diesen fünf Jahren Ungarn (125), Polen (99) sowie Kroatien (92). Im Studienjahr 2009/2010 gingen österreichische Studierende und Lehrende vor allem nach Polen (20), Tschechien (18) sowie Ungarn (17).

Mittels CEEPUS ist es gelungen, das Verhältnis bei der Mobilität von und nach Österreich deutlich zu verbessern "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und widerlegt auch das oftmals vorschnell getroffene Vorurteil, wonach österreichische Studierende und Lehrende nur wenig Interesse an den Hochschulen in Mittel- und Südosteuropa haben", so die Ministerin.

Österreich koordiniert im Rahmen von CEEPUS die meisten Netzwerke. Im Studienjahr 2009/2010 sind es zwölf von insgesamt 54 Netzwerken. 41 Netzwerke sind mit österreichischer Beteiligung. Im Studienjahr 2010/2011 werden 42 der 55 Netzwerke mit österreichischer Beteiligung sein, 13 von Österreich koordiniert.

Innerhalb von CEEPUS bilden Universitäten mit Partneruniversitäten Netzwerke, in deren Rahmen der Austausch und die Zusammenarbeit an gemeinsamen Studiengängen erfolgt. Bei der diesjährigen Konferenz wird der Universität Wien bereits zum zweiten Mal der CEEPUS-Ministerpreis verliehen. Das ausgezeichnete Netzwerk "Language and Literature in a Central European Context" wird von Prof. Herbert Van Uffelen vom Institut für Europäische und Vergleichende Sprach-und Literaturwissenschaft koordiniert und umfasst 17 Partneruniversitäten in Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien und der Slowakei.

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