ÖSTERREICH berichtet über Sachverhaltsdarstellung in Olympia-Affäre: Von ÖOC-Geheimkonto wurden 3,7 Millionen Euro behoben

ÖSTERREICH: Für 2,1 Millionen keine Belege, mindestens 900.000 flossen in private Kanäle

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntag-Ausgabe berichtet, ging diese Woche eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ein, in der angezeigt wird, dass von dem im Zuge der Überprüfung der ÖOC-Geschäfte aufgedeckten "Geheimkonto" insgesamt 3,7 Millionen Europa abgehoben wurden. Diese Entnahmen hatten im Zeitraum Jänner 2006 bis Anfang 2009 stattgefunden.

In ÖSTERREICH meldet sich ein Insider aus dem Umkreis des "Österreichischen Olympischen Comité". Er behauptet: "Für die Zeit vor 2006 gebe es keine Belege. Das Konto existiert seit 2001 und es scheint in der Buchhaltung des ÖOC nicht auf, obwohl Sponsoren und Regierung offiziell auf das Konto überwiesen haben."

Alle Abhebungen hätten der ausgeschiedene Ex-ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth oder seine ehemalige Sekretärin getätigt. Der Informant, der noch anonym bleiben möchte: "Rund ein Drittel der 3,7 Millionen auf dem Konto sind Barabhebungen. 2006 vor Olympia in Turin wurden 150.000 Euro in Plastiksäcken behoben, dazwischen mehrfach Beträge zwischen 30.000 und 70.000 Euro in bar, für Peking 180.000 Euro in bar."

Für 1,6 Millionen würde es Belege geben, für 2,1 Millionen nicht. Der Insider: "Viele Rechnungen sind fingiert - wie die Rechnungen von Jungwirths Tiroler Reisebüro. Dann gibt es Autokäufe und Anschaffungen, die privat wirken. Ich würde vermuten, dass mindestens 900.000 Euro in private Kanäle geflossen sind."

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