Grüne Hernals: Verkehrskommission Hernals schafft Parkplatzprobleme künstlich

Verknappung des Parkraums soll Argumente für Tiefgaragenprojekt liefern

Wien (OTS) - "Was in den Nachbarbezirken Währing und Ottakring
kein Problem ist, erklärt die Verkehrskommission Hernals für undurchführbar", wundert sich Bezirksrätin Iris Hajicsek von den Grünen Hernals. Was ist geschehen: Die Grünen haben in Hernals den Antrag eingebracht, im Bereich der 17. Bezirks die gehsteignahe Fahrspur der derzeit vierspurig befahrbaren Gürtelstraße auf ihre Tauglichkeit als zumindest temporäre Parkspur zu überprüfen. Diese Nutzung ist wenige hundert Meter entfernt im 16. und 18. Bezirk seit Jahren Praxis. Nachdem der Antrag erst von der Bezirksvertretung abgelehnt wurde und auch eine Zuweisung zur Verkehrskommission keine Zustimmung bekam, fand er sich überraschend wenige Tage später doch auf der Tagesordnung der Verkehrskommission Hernals - nur um dort abermals abgeschmettert zu werden. Die Argumentation dabei: der aus der Hernalser Hauptstraße abbiegende Verkehr würde im Fall der Umsetzung des Projekts mit den parkenden Autos kollidieren, daher bestünde die Gefahr von Todesopfern und deshalb sei die Realisierung zu gefährlich. "Die Verkehrskommission Hernals ist offensichtlich der Überzeugung, dass im 17. Bezirk anders Auto gefahren wird als in den anderen Wiener Bezirken, in denen man von solchen Problemen noch nie etwas gehört hat", ärgert sich Paul Felder, Verkehrskommissionsmitglied der Grünen, "durch diese Groteske wird die als Argument für die Tiefgarage unter dem Schulhof des GRG17 verwendete Parkplatznot in dieser Gegend erst künstlich erzeugt."

"Statt monströser Bauprojekte zu Lasten von Schüler, Lehrer sowie dem Baumbestand in einer dichtverbauten Gegend, die mit ungeheurem Aufwand nach zwei Jahren 240 teure Tiefgaragen-Parkplätze zur Verfügung stellen sollen, fordern die Grünen Hernals sofort und dauerhaft wirksame niedrigschwellige Entlastungsmaßnahmen für den Bezirk, wie etwa die Parkraumbewirtschaftung ("Parkpickerl") bis zur Vorortelinie, die Optimierung der Nutzung vorhandener Garagenplätze oder eben die Nutzung einer bei der gegebenen Verkehrsdichte jedenfalls nicht rund um die Uhr erforderlichen Fahrspur als Parkspur", ergänzt Hajicsek. "Diese grundvernünftige Politik in ihrer Gesamtheit bringt dem Bezirk sofort tausende Parkplätze und dadurch die Garagenlobby in Argumentationsnotstand. Daher wird sie - wie in der letzten Bezirksvertretungssitzung - als 'Provokation' tituliert und abgeblockt. Auf mittlere und lange Sicht ist ein derartiger Lobbyismus in seiner ärgerlichen Durchschaubarkeit zu Lasten von Bürgerinnen und Bürgern jedoch zum Scheitern verurteilt."

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Tel.: Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002