Strache (1): Mindestens acht Zeugen bestätigen Aufforderung zu "Sieg Heil"-Ruf durch ORF-Redakteur!

ORF bringt bezahlte Nazi-Statisten zu ORF-Veranstaltung - Erhielten 100 Euro pro Drehtag

Wien (OTS) - "Was sich in den letzten Tagen abgespielt hat, wirft ein bezeichnendes Licht auf das Selbstverständnis mancher Personen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk", erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache bei seiner heutigen Pressekonferenz zum ORF-Manipulationsskandal. "Nachdem man es nicht mehr abstreiten konnte, dass man mir bei einer Veranstaltung ein paar Neonazis unterjubeln wollte, hat man alle möglichen Ausreden gesucht und versucht, es so hinzustellen, als ob es das Normalste der Welt wäre und üblicher journalistischer Usus, dass man Skinheads mit einem ORF-Bus zu einer FPÖ-Veranstaltung chauffiert."

Tatsache sei, dass die bezahlten Nazi-Statisten von einem ORF-Kamerateam unter der Leitung des Redakteurs Eduard Moschitz vergangenen Freitag nach Wiener Neustadt gebracht wurden, führte Strache weiter aus. Herr Moschitz gehört der Redaktion "Am Schauplatz" an, deren Verantwortlicher Redakteur Christian Schüller ist, dessen Vorgesetzter ist Johannes Fischer. Dessen Vorgesetzter ist wiederum der letztverantwortliche Informationsdirektor Elmar Oberhauser.

Die Skinheads hätten dann in weiterer Folge versucht, die linken Gegendemonstranten zu provozieren. Dabei sei beobachtet worden, wie sie von Moschitz gefilmt und interviewt wurden und immer wieder Regieanweisungen erhalten haben. Dann verließen das Kamerateam und die rechtsradikale Gruppe den Ort, gingn hinter die Bühne zu einem Fachhandel und verschwanden in diesem Geschäft. Sie wurden von einem Zeugen beobachtet, wie sie gemeinsam das Geschäft betraten und hier Plakate und rote und schwarze Filzstifte kauften. Danach beschrifteten sie die Plakate unter genauer Anleitung des Herrn Moschitz. Die Rechtsradikalen brachten die Plakate in Richtung linke Gegendemo in Stellung. Die Kamera filmte und es wurden vom Kamerateam Anweisungen gegeben, die Plakate szene- und filmgerecht zu halten. Dieses Szenarium war so auffällig, dass ein Fotograf diese Inszenierung fotografierte.

Weiters ist beobachtet worden, dass sich Moschitz intensiv mit den Rechtsradikalen unterhalten hat und diese ihn mit den Vornamen angeredet haben. Es wird außerdem berichtet, dass einer der Rechtsradikalen lautstark kund getan hat, dass er einen Kampfhund besitze und er heute zum zweiten Male ins Fernsehen kommt. Strache verwies auf den ORF Beitrag "Am Schauplatz" vom 22.1.2010 unter der Leitung von Moschitz zum Thema "Vorsicht bissig". "Wir wollten den Beitrag vom ORF anfordern. Der ORF verweigert aber aus rechtlichen Gründen die Herausgabe", berichtete Strache.

"Ich selbst bin nach meiner Rede, für die sich weder das Kamerateam noch die Rechtsradikalen interessiert haben, ans Tretgitter vor der Bühne gegangen und habe dort Autogramme gegeben", so Strache weiter. Währenddessen hat Moschitz versucht, sich Zutritt zu verschaffen -und zwar mit den Skinheads. Er hat erklärt, dass diese zu ihm gehören, aber eingelassen wird trotzdem nur das Kamerateam. Interessant ist dabei, dass die Skinheads dabei mehrmals gesagt haben, sie seien "Mitarbeiter des ORF".

Moschitz hat dann in weiterer Folge versucht, Strache zu provozieren, und zwar ohne sich als ORF-Redakteur kenntlich zu machen. "Stört es Sie nicht, dass Sie von den größten Rechtsextremisten hier am Platz Applaus bekommen?" Dazu ist anzumerken, dass die drei Neonazis nie applaudierend gesehen wurden. Und andere Rechtsextremisten gab es dort nicht. Danach ist Moschitz zum Bühneneingang zurückgelaufen und hat die drei Skins instruiert. Am Ende der Veranstaltung schafften es die drei Rechten ans Tretgitter zu Strache. Sie erklärten, dass sie ein Foto mit ihm wollen. Auf seine Frage, wo ein Fotoapparat sei, zeigte der glatzköpfige Wortführer der Rechten in Richtung der ORF-Kamera und sagt: " Hier ist unser Fotoapparat". Strache antwortete: "Wenn ihr keinen Fotoapparat habt, können wir keine Fotos machen" und wollte sich abwenden.

Daraufhin hörten die umstehenden Personen und Strache, wie Moschitz mehrmals den glatzköpfigen Wortführer der Rechten aufforderte: "Komm, sags doch endlich." Dieser sagte dann die Worte "Sieg Heil". Dies wird auch durch mindestens acht Zeugen bestätigt. Durch diese von allen Umstehenden klar erkennbare Aufforderung zur Provokation stellte Strachen Moschitz zu Rede, rief den Sicherheitskoordinator und bat ihn, den ORF Redakteur und die handelnden Personen umgehend anzuzeigen. Die Daten des ORF-Redakteur Moschitz wurden aufgenommen. Im Zuge der Befragung des Herrn Moschitz gab dieser frei an, mit den Rechtsradikalen schon seit sechs Tagen zusammen gewesen zu sein. Sowohl vom LVT, wie auch von der FPÖ, wurden wegen dieser klar erkennbaren Offizialdelikte Anzeigen erstattet. (Forts.)

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