Vassilakou: ZARA-Rassismusreport zeigt großen Handlungsbedarf in Österreich

Zehn-Jahres-Bilanz mehr als ernüchternd - Geplantes Wiener Bettelverbot diskriminierend

Wien (OTS) - Die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, sieht anlässlich des ZARA-Rassismusreports großen Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Rassismus in Österreich und auch in Wien. Laut Bericht dokumentierte das ZARA-Team insgesamt 798 rassistische Vorfälle, das sind 94 Fälle mehr als 2008. "Es ist bezeichnend, dass in Österreich der Rassismusreport von einer engagierten NGO erstellt werden muss, ohne Unterstützung des Innenministeriums, das eigentlich Interesse daran haben sollte, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen. Trotz der durchaus vorhandenen Bemühungen der Wiener Polizei kommt es auch in Wien immer wieder zu rassistischen und diskriminierenden Übergriffen, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr an Mike B., der von Zivilpolizisten verletzt worden ist", so Vassilakou.

"Die Zehn-Jahresbilanz ist mehr als ernüchternd, auch vor dem Hintergrund, dass viele rassistische Übergriffe nach wie vor nicht bekannt werden, da die Opfer sich schämen. Die zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger ist hier gefordert, Maßnahmen zu setzen, den Opfern rassistischer Übergriffe das Vertrauen wieder zu geben", so Vassilakou.

"Das in Wien von der SPÖ voran getriebene und geplante Bettelverbot, das Menschen aufgrund ihres Aussehens gezielt diskriminiert, trägt zur Aufheizung der Stimmung in der Stadt bei und ist strikt abzulehnen. Die SPÖ muss sich entscheiden, ob sie Scharfmacherei auf dem Rücken der Ärmsten der Gesellschaft betreiben oder eine menschenwürdige Politik für Wien machen will", so Vassilakou abschließend.

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