135 Jahre Haus der Barmherzigkeit

Wien (OTS) - Das Haus der Barmherzigkeit (HB) feierte am 18. März 2010 sein 135-jähriges Bestehen. Im Festsaal des Haus der Barmherzigkeit-Seeböckgasse wurden die Feierlichkeiten mit einer von Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn zelebrierten Festmesse eröffnet. Am Festakt nahmen neben vielen Ehrengästen auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Bürgermeister Dr. Michael Häupl sowie Niederösterreichs Soziallandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner teil. Der Schriftsteller Michael Köhlmeier hielt eine berührende Festrede. HB-Institutsdirektor Univ.-Prof. Gisinger präsentierte Pläne für einen innovativen Pflege- und Schulcampus in der Währinger Vinzenzgasse.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten zum 135-Jahr-Jubiläum mit einer Messe, die Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn mit zahlreichen BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des Haus der Barmherzigkeit in der Kapelle des HB Seeböckgasse feierte. Kardinal Schönborn und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer trugen sich anschließend in das Gästebuch des Haus der Barmherzigkeit ein. Sie finden sich dort neben historischen Persönlichkeiten wie Kaiser Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth, den Bundespräsidenten Miklas, Kirchschläger, Klestil sowie Kardinal König in prominenter Gesellschaft.

Nach einem Rundgang durchs Haus, bei dem Kardinal und Bundespräsident das Gespräch mit den BewohnerInnen suchten, versammelten sich die rund 300 Gäste im Festsaal. HB-Institutsdirektor Christoph Gisinger begrüßte seine Gäste, darunter Fürstin Marie von und zu Liechtenstein, Bürgermeister Michael Häupl, Gesundheitsminister Alois Stöger, Wr. Landtagspräsidentin Marianne Klicka, Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch, NÖ-Soziallandesrätin Johanna Mikl-Leitner, ÖGB-Vizepräsidentin Nationalratsabgeordnete Sabine Oberhauser, Nationalratsabgeordneter Franz Riepl, Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec, Sonja Ramskogler, Karin Praniess-Kastner, Waltraut Antonov. Weiters kamen: Die Bezirksvorsteher von Währing und Ottakring Karl Homole und Franz Prokop, Tanzschul-Chef Thomas Schäfer-Elmayer, Helmut Brandstätter, Patientenanwalt Konrad Brustbauer und Caritas-Präsident Franz Küberl und Direktor Michael Landau.

Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Pläne für Pflege- und Schulcampus in Währing

Institutsdirektor Gisinger eröffnete den Festakt mit einer kurzen Rückblende auf die bewältigten Herausforderungen der Vergangenheit. Anschließend sprach er von den Erfolgen und ehrgeizigen Zielen des gemeinnützigen Haus der Barmherzigkeit. So ist mit einer Verdoppelung des Pflegebedarfs in den nächsten zwanzig Jahren zu rechnen. Das Haus der Barmherzigkeit sieht es als seine Aufgabe, Strategien und Konzepte zu entwickeln, um mehr Menschen dazu zu bringen, sich für Betreuungs- und Pflegeberufe zu entscheiden. Für chronisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderung muss auch in Zukunft Lebensqualität und menschenwürdiges Leben möglich und leistbar sein. In diesem Sinne plant das Haus der Barmherzigkeit in der Vinzenzgasse einen Pflege- und Schul-Campus zu verwirklichen. Das Projekt umfasst eine Fachhochschule, eine dreijährige mittlere und eine fünfjährige höhere Schule für Sozialberufe, weiters Kindergarten, Volks- und Hauptschule (KMS), alle in direkter Verbindung mit einer neu zu errichtenden Pflegeeinrichtung.

Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn: Haus der Barmherzigkeit ist ein wichtiges Symbol christlichen Handelns

"Ich empfinde dieses Haus als gelungenes Beispiel für tätige Nächstenliebe, die einen besonders wichtigen Teil des gelebten Christentums darstellt", erklärte Kardinal Schönborn noch unter dem Eindruck des Rundgangs. "Das aktive Wirken in der Öffentlichkeit und hier das Annehmen um die Kranken und Verletzlichen unserer Gesellschaft sind wichtige Symbole christlichen Handelns in unserer Zeit."

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer: Haus der Barmherzigkeit hat Langzeitpflege entscheidend mitgeprägt

Bundespräsident Fischer strich in seinem Grußwort die historische Bedeutung des Haus der Barmherzigkeit hervor: "Das Haus der Barmherzigkeit ist in den 135 Jahren seit seiner Gründung 1875 einen bemerkenswerten Weg gegangen. Ursprünglich durch das Engagement von beherzten Privatpersonen gegründet, ist es heute ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem Staat und privaten Initiativen. Beides wird in Zukunft noch stärker gebraucht werden als heute."

Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl: Haus der Barmherzigkeit ist uns allen ein Vorbild

Bürgermeister Häupl betonte die Vorreiterrolle, die das Haus der Barmherzigkeit in der Stadt Wien immer gespielt hat und auch in Zukunft spielen wird: "Die Erfahrungen, die hier gemacht werden, sind wichtig für die Weiterentwicklung ähnlicher Einrichtungen. Vieles hätte ohne das HB nicht passieren können. Die gegenwärtigen und zukünftigen Projekte des Haus der Barmherzigkeit reihten sich nahtlos in diese Entwicklung ein und setzten weitere, wichtige Impulse im Bereich der Pflege und Betreuung von alten Menschen und Menschen mit Behinderungen."

Soziallandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner: Haus der Barmherzigkeit, ein kompetenter Partner des Landes Niederösterreich

Soziallandesrätin Mikl-Leitner schildert ihre ersten Eindrücke beim Betreten des Hauses: "Menschlichkeit, Nächstenliebe, Altern in Würde sind Werte, die hier gelebt, praktiziert und weitergegeben werden. Diese Wärme spürt man sofort, wenn man hier herein kommt. Das Haus der Barmherzigkeit ist ein Ort der Geborgenheit und Lebensfreude, das für viele Menschen zu einem zweiten Zuhause geworden ist. Vielen Dank für die langfristige, zuverlässige und kompetente Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich."

Michael Köhlmeier: Eigene Mutter erlebte Lebensfreude trotz Krankheit

In seiner berührenden Festrede thematisierte Köhlmeier die Lebensgeschichte seiner Mutter, die trotz schwerer Krankheit und Leben mit Rollstuhl Lebensfreude und Hoffnung für sich, ihre Familie und viele andere Menschen vorlebte.

Festschrift

Aus Anlass des Jubiläums erscheint eine Festschrift. Sie erzählt die 135-jährige Geschichte der Institution, und gibt Ein- bzw. Ausblicke in Gegenwart und Zukunft der erfolgreichen Pflegeeinrichtung. Unter anderem wird das geplante Projekt "Generationen-Campus" vorgestellt, das in Kooperation mit der Caritas und der Schulstiftung der Erzdiözese Wien am Areal des HB-Stammhauses in der Vinzenzgasse realisiert werden soll.

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